Annie Duke zu Gast bei der Talkshow von Craig Ferguson; Online Poker sei illegal

Jens | Deutschland | Dienstag 13. September 2011, 08:48 | 0 Kommentar

The Late Late Show

Annie Duke bekam wegen eines Kommentares bei der Talkshow „The Late Late Show with Craig Ferguson“, wo sie ihr neues Buch und die Epic Poker League promoten sollte, eine Menge Aufmerksamkeit. Kritiker haben an 99% ihrer Aussagen, die sie während der amerikanischen Show äußerte, nichts auszusetzten, aber sie widersprechen den drei Wörtern, die Duke in Reaktion auf einen Kommentar von Ferguson sagte. Ferguson fragte: „Ist Poker nun nicht illegal?“ worauf Duke antwortete: „Nein, nur Online Poker.“

Seit ihrem Auftritt wird Duke aufgrund ihrer Aussage, dass Online Poker illegal sei, verbal angegriffen. Einige Kritiker haben sie beschuldigt, keine Ahnung von Poker zu haben (obwohl es anhand ihrer Geschichte ganz offensichtlich ist, dass solche Aussagen nicht wahr sind), während andere äußerten, dass sie „eine Kampagne gegen Online Poker“ führe oder dass sie „Online Poker nicht interessiere, weil sie die Epic Poker League hat.“ Sie beschuldigten Duke scheinheilig zu sein, weil sie für Ultimate Bet spielt und ihr Bruder, Howard Lederer, ein bekannter Besitzer von Full Tilt ist. Wie konnten sie Online Poker spielen, wenn es in den USA illegal war? Gibt sie zu, dass sie an illegalen Aktivitäten teilgenommen hat und belastet ihren Bruder somit während des Prozesses? Was ist der wirkliche Knüller hinter der Aussage von Duke?

Dukes Kritiker teilten ihre Aussage (welche ungefähr eine Sekunde dauerte) in die folgenden Argumente auf:

1. Online Poker ist nicht illegal.

Okay, technisch gesehen ist Online Poker nicht illegal. Sie können Facebook aufrufen und jederzeit mit ein paar Amateuren Texas Hold’em Poker spielen und niemand wird Sie davon abhalten (außer ihr Chef oder ihre Lebensgefährtin). Wenn die Leute von „Online Poker“ sprechen, beziehen sie sich fast immer auf Geld Spiele, welche zwar nicht zugänglich sind, aber dennoch nicht illegal. Illegal IST, Geld von seiner Bank zu Poker Webseiten zu überweisen, welche in den USA betrieben werden und/oder welche Spieler aus den USA zulassen. Das Geld zu überweisen ist die Handlung, auf die es die Regierung abgesehen hat, da sie hinter den großen Online Poker Unternehmen und den Finanzinstituten hinter her sind, und nicht hinter einzelnen Online Poker Spielern. Fassen wir zusammen: Poker Spielen ist nicht illegal. Das Überweisen von Geldern ist illegal. Die Wahrhaftigkeit der Aussage von Duke ist daher nur eine Frage der Auslegung.

2. Annie Duke hat eine rechtswidrige Handlung zugegeben.

Auch hier nochmal, nein. Online Poker ist für die einzelnen Spieler nämlich nicht illegal, sondern nur für die Banken, die die Transaktionen ermöglichen. Duke hat also nie zugegeben, etwas Unrechtes zu tun. Zweitens gibt es wichtigere Fragen ob Duke (wie jeder andere Poker Spieler in Amerika) glaubt, oder nicht glaubt, dass Online Poker illegal sei.

3. Annie Duke schreckt Leute von der Pokerwelt ab.

Unsinn. Was Leute von der Welt des Online Pokers abschreckt, ist die Tatsache, dass die US Regierung ziemlich viel unmöglich gemacht hat. Dukes Aussage, dass Online Poker illegal sei, beeinflusst keineswegs den Teil der Bevölkerung, der bereits Online Poker spielt (da dieser die Regeln bereits kennt). Ebenso wenig den Teil der Bevölkerung, der Online Poker nicht wirklich spielen möchte (da sich dieser für die Regeln nicht interessiert). Alle Leute, die unentschlossen sind zu spielen, sind nur deshalb unentschlossen, weil es in den USA sehr schwierig ist zu spielen. Es ist möglich, dass ihre Bedenken von einer anderen Quelle ausgehen (Mangel an Einkommen, süchtige Persönlichkeit), unabhängig davon, was Annie Duke am Anfang eines Gespräches über ihr neues Buch, welches von Besser Poker spielen handelt, gesagt hat. Während der Diskussion über die Epic Poker League und wie diese funktioniert, machte sie eine beiläufige Bemerkung, um das Gespräch am Laufen zu halten und keineswegs um die Zuschauer zu beeinflussen.

4. Duke sollte der gleichen Meinung sein, wie die anderen Spieler und sagen, dass Online Poker legal ist.

Duke versuchte das Gespräch am Laufen zu halten. Sie hatte nur eine sehr kurze Zeitspanne um ihr Buch zu promoten (und im geringen Maße die EPL) und wenn sie auf eine lange Diskussion über die Rechtmäßigkeit von Online Poker in den Vereinigten Staaten eingegangen wäre, hätte sie das so viel Zeit und Konzentration gekostet, dass sie den ursprünglichen Zweck dieser Show verfehlt hätte. Ferguson wollte keine philosophische Debatte über die Legalität von Poker anzetteln und wenn Duke damit begonnen hätte, hätte es keine Möglichkeit gegeben, dieser Diskussion die gesamte Sendezeit zur Verfügung zu stellen, welche diese gebraucht hätte um sie aufzulösen. Es ist also bloß eine Frage der Auslegung und kein politisches Statement.

Epic Poker League

5. Duke hat nun die EPL, somit muss sie sich keine Gedanken über das Schicksal von Online Poker machen.

Lächerlich. Natürlich macht Duke sich Gedanken über Online Poker. Es ist eine sichere Wette, dass sich alle professionellen Poker Spieler über Online Poker Gedanken machen. Ja, Duke hat die Epic Poker League. Ebenso hat sie ein neues Buch herausgebracht. Sie fokussiert sich aber dennoch auf Poker. Wenn überhaupt hilft Duke der Poker Industrie, indem sie den Fokus der Amerikaner, in einer Zeit in der die Frustration wächst und das Interesse schwindet, weiterhin auf Poker richtet. Da die meisten Poker bezogenen Shows und Turniere im amerikanischen Fernsehen nicht mehr laufen, ist die Epic Poker League ein frisches Gesicht, das eine Menge von Zuschauern anzieht. Wenn es eine Sache gibt, von der Annie Duke weiß, wie man sie machen muss, dann ist es bei einem Spiel am Leben zu bleiben, bei dem es scheint, als wären alle gegen einen. Genau das ist es, was sie jetzt tut, am Leben bleiben, wenn der amerikanische Poker ums Überleben kämpft.

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