Die Epic Poker League suspendiert Lederer und Ferguson

Jens | Deutschland | Montag 26. September 2011, 14:15 | 0 Kommentar

Epic Poker League

Es scheint so, also könnten es Annie Duke und die Mitglieder der Epic Poker League nicht ertragen, aus den falschen Gründen aus den Schlagzeilen zu sein.

Sie erlaubten einem bekannten Dieb/Betrüger ihr Eröffnungshauptevent zu gewinnen und dann schlossen sie einen Mann aus, der seine Zeit zwanzig Jahre bevor er Zweiter wurde abgesessen hatte. Nun haben sie Howard Lederer und Chris Ferguson suspendiert – die beiden Spieler, die wahrscheinlich für die geringste Aufregung bei einem dieser Events sorgen – auch wenn sie eines Verbrechens nur beschuldigt worden sind (und nicht verurteilt).

Auf den fahrenden Zug aufspringen

Selbst die kaum zynischen Anhänger der Full Tilt Poker Story werden erkennen, dass dies bloß ein Versuch ist, Aufmerksamkeit auf die Liga zu lenken, anstatt ein vertretbares Disziplinarverfahren auszuführen. Beide, Lederer und Ferguson, sind der zivilen (nicht kriminellen) Straftaten beschuldigt worden (nicht verurteilt), und gegen das Standard und Conduct Komitee Mitglied Andy Bloch ist nichts unternommen worden, obwohl er einer der Miteigentümer von Full Tilt Poker ist und in der Todd Terry Zivilklage gegen Full Tilt Poker genannt wurde.

Epische Widersprüchlichkeit

Andy Bloch
Andy Bloch

Neben Andy Bloch (der sich selbst von der Abstimmung über die Suspendierung von Lederer und Ferguson wegen Befangenheit ausgeschlossen hatte) gibt es viele andere Spieler, denen es erlaubt ist an der Epic Poker League teilzunehmen, obwohl sie eine Vergangenheit haben, die sie selbst – und die Liga – lieber vergessen würden. Dutch Boyd, der beim letzten EPL Main Event den finalen Tisch erreichen konnte, war der Mann hinter Poker Spot – einer Online Poker Webseite, die 2001 „verschwand“ und Spielern 400.000 Dollar schuldet. Mike Matusow verbrachte wegen Drogendelikten einige Zeit im Gefängnis und natürlich Annie Duke selbst, die, obwohl sie nicht berechtigt war, an allen EPL Main Events teilnahm und dafür bezahlt wurde, eine Webseite zu promoten, die eine lange Geschichte mit mehreren Betrugsskandalen hatte und einer Reihe von Pokerspielern immer noch ungefähr 50 Millionen Dollar Auszahlungen schuldet.

Weitere könnten folgen

Die schwindende Liste der Spieler, die an den Veranstaltungen der EPL teilnehmen dürfen, könnte sich laut dem Komitee Vorsitzenden Stephen Martin, weiter reduzieren. Martin sagte in einem Interview, nachdem die Suspendierung der beiden Spieler bekannt wurde, dass das Standard und Conduct Komitee weiterhin die fortlaufenden Bundesaktionen gegen Full Tilt Poker verfolgen werde. „Wenn andere Mitglieder bei diesen Handlungen genannt werden, wird der Ausschuss weitere disziplinarische Maßnahmen erwägen.“ Er fügte hinzu: „Die Regierung hat sich dafür entschieden, Howard Lederer und Chris Ferguson, individuell in ihren Rollen als Mitglieder des Vorstands von Full Tilt aufzuzählen.“

Hohe moralische Ansprüche zu haben, führt zu wenig TV Einnahmen

Das Konzept einer professionellen Führung ist wahrscheinlich gut für das Spiel, aber der Gründer der Epic Poker League wird bedauern, dass er seine Qualifikationskriterien solch hohen Standards ausgesetzt hat. Immerhin ist das sekundäre Ziel der Epic Poker League, die Events ans Fernsehen zu verkaufen – aber wer will schon zusehen, wenn keiner der Bösewichte spielen darf!

Wir möchten uns bei unseren Partner PokerNewsReport.com bedanken, dass eruns diesen Artikel ermöglicht hat.

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