Die neue Erklärung der AGCC kommt ein bisschen zu spät

Jens | Deutschland | Freitag 7. Oktober 2011, 10:42 | 0 Kommentar

AGCC

Eine neue Erklärung, die auf der Webseite der Alderney Gambling Control Commission veröffentlicht wurde, konnte die Ex-Spieler der Full Tilt Poker Webseite nicht beruhigen, die über die Art und Weise der Handhabung der Full Tilt Poker Situation, durch die Genehmigungsbehörde, wütend waren.

Nach der Aussage in der Pressemitteilung, die den Widerruf der Betriebsgenehmigung von Full Tilt Poker bekannt gegeben hatte, dass "Etwaige Beanstandungen von Spielern gegen FTP eine Angelegenheit für die Polizei und die zivilen Behörden seien, hat die AGCC nun, da die FTP Lizenzen widerrufen wurden, keine Gerichtsbarkeit mehr über dieses Unternehmen." Dies war eine neue Aussage, die die laufenden Angelegenheiten, der registrierten Full Tilt Poker Spieler, regeln sollten.

Laufende Anliegen der registrierten Full Tilt Poker Spieler

Nach dem Widerruf der Lizenzen ist die AGCC nicht mehr befugt, die Probleme oder Streitigkeiten der Spieler mit Full Tilt zu schlichten (ausgenommen der Spieler, die mit einer Schweizer Adresse registriert sind). Spieler haben die folgenden Alternativen:

  1. Full Tilt wurde dazu aufgefordert, eine bestimmte Kontaktadresse für die Spieler anzugeben: Diese wird erwartet und wir hier nach Erhalt integriert.
  2. Jeder Spieler, der glaubt ein Opfer eines Verbrechens zu sein, als Folge des Umgangs mit Full Tilt, sollte in erster Linie seine eigene lokale Polizei in dem Land des Wohnsitzes kontaktieren und die Ereignisse schildern. Diese Berichte werden dann Zentral koordiniert.
  3. Es ist bekannt, dass eine Reihe von Zivilklagen von Spielern gegen Full Tilt eingeleitet wurden, einige als Sammelklagen, die von mehreren Spielern aus Großbritannien, den USA und von kanadischen Anwälten vertreten werden. Details zu den betroffenen Unternehmen können durch die Internet Suche gefunden werden.

AGCC wäscht die Hände von Full Tilt Poker

Die AGCC bekam sehr viel Kritik, nachdem sie vergangenen Donnerstag ankündigte, Full Tilt Poker keine Erlaubnis für die kommerziellen Verhandlungen mit der Bernard Tapie Group zu erteilen, solange die Betriebsgenehmigung der Ex Spieler und des Unternehmens widerrufen sind. Full Tilt Poker ging so weit, dass sie, einen Tag bevor Tapie seine "Kaufabsicht" für die Online Poker Webseite ankündigte, eine Aussage machten, in der sie die AGCC beschuldigten, die Verhandlungen zwischen ihnen und der Bernard Tapie Group zu schädigen.

Full Tilt Poker ist "Böse"

Eingebettet zwischen den beiden Aussagen auf der AGCC Webseite war ein Interview mit dem AGCC Geschäftsführer Andre Wilsenach aufgeführt, in dem er Full Tilt Poker als "Böse" beschrieb. Er lehnte es ab, die Verantwortung für die fehlende Notiz über die 331 Million Dollar der Spieler Gelder (Gelder, die zwischen 2007 und 2011 durch das US Department of Justice beschlagnahmt wurden) anzuerkennen. Wilsenach stellte fest, dass die Aufsichtsbehörden die Handlungen zwar bereits im Jahre 2010 begonnen hatten, die AGCC allerdings erst Anfang dieses Jahres mit einem externen Wirtschaftsprüfer und einem forensischen Prüfer, mit ihren "Untersuchungen begonnen" hatte.

Werden sich Full Tilt Poker und die AGCC küssen und versöhnen?

Bernard Tapie
Bernard Tapie

Wegen der dauerhaften Abneigung zwischen der Online Poker Webseite und ihrer Aufsichtsbehörde fragt man sich natürlich, ob die Bernard Tapie Groupe versuchen würde die Betriebsgenehmigung von der Alderney Gambling Control Commission wiederzubekommen oder ob sie sich lieber woanders umschauen würden. Mit der Möglichkeit, dass bisherige Eigentümer von Full Tilt Poker in die neue Seite investieren, könnte die AGCC Vorbehalte gegenüber der Bereitstellung der Full Tilt Poker Betriebsgenehmigung haben. Vielleicht wird das letzte Wort aber auch durch die Spieler gesprochen. Dadurch, dass sie sich durch die AGCC verraten fühlen (ob zurecht enttäuscht oder nicht), könnten die Spieler mit ihrer Bankroll Stimme (wenn sie erst einmal Zugang zu dieser haben) abstimmen und somit die Bernard Tapie Group dazu zwingen, ihre Behörde woanders zu suchen.

Wir möchten uns bei unseren Partner PokerNewsReport.com bedanken, dass eruns diesen Artikel ermöglicht hat.

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