Eine neue Erklärung, die auf der Webseite der Alderney Gambling Control Commission veröffentlicht wurde, konnte die Ex-Spieler der Full Tilt Poker Webseite nicht beruhigen, die über die Art und Weise der Handhabung der Full Tilt Poker Situation, durch die Genehmigungsbehörde, wütend waren.
Nach der Aussage in der Pressemitteilung, die den Widerruf der Betriebsgenehmigung von Full Tilt Poker bekannt gegeben hatte, dass „Etwaige Beanstandungen von Spielern gegen FTP eine Angelegenheit für die Polizei und die zivilen Behörden seien, hat die AGCC nun, da die FTP Lizenzen widerrufen wurden, keine Gerichtsbarkeit mehr über dieses Unternehmen.“ Dies war eine neue Aussage, die die laufenden Angelegenheiten, der registrierten Full Tilt Poker Spieler, regeln sollten.
Laufende Anliegen der registrierten Full Tilt Poker Spieler
Nach dem Widerruf der Lizenzen ist die AGCC nicht mehr befugt, die Probleme oder Streitigkeiten der Spieler mit Full Tilt zu schlichten (ausgenommen der Spieler, die mit einer Schweizer Adresse registriert sind). Spieler haben die folgenden Alternativen:
- Full Tilt wurde dazu aufgefordert, eine bestimmte Kontaktadresse für die Spieler anzugeben: Diese wird erwartet und wir hier nach Erhalt integriert.
- Jeder Spieler, der glaubt ein Opfer eines Verbrechens zu sein, als Folge des Umgangs mit Full Tilt, sollte in erster Linie seine eigene lokale Polizei in dem Land des Wohnsitzes kontaktieren und die Ereignisse schildern. Diese Berichte werden dann Zentral koordiniert.
- Es ist bekannt, dass eine Reihe von Zivilklagen von Spielern gegen Full Tilt eingeleitet wurden, einige als Sammelklagen, die von mehreren Spielern aus Großbritannien, den USA und von kanadischen Anwälten vertreten werden. Details zu den betroffenen Unternehmen können durch die Internet Suche gefunden werden.
AGCC wäscht die Hände von Full Tilt Poker
Die AGCC bekam sehr viel Kritik, nachdem sie vergangenen Donnerstag ankündigte, Full Tilt Poker keine Erlaubnis für die kommerziellen Verhandlungen mit der Bernard Tapie Group zu erteilen, solange die Betriebsgenehmigung der Ex Spieler und des Unternehmens widerrufen sind. Full Tilt Poker ging so weit, dass sie, einen Tag bevor Tapie seine „Kaufabsicht“ für die Online Poker Webseite ankündigte, eine Aussage machten, in der sie die AGCC beschuldigten, die Verhandlungen zwischen ihnen und der Bernard Tapie Group zu schädigen.
Full Tilt Poker ist „Böse“
Eingebettet zwischen den beiden Aussagen auf der AGCC Webseite war ein Interview mit dem AGCC Geschäftsführer Andre Wilsenach aufgeführt, in dem er Full Tilt Poker als „Böse“ beschrieb. Er lehnte es ab, die Verantwortung für die fehlende Notiz über die 331 Million Dollar der Spieler Gelder (Gelder, die zwischen 2007 und 2011 durch das US Department of Justice beschlagnahmt wurden) anzuerkennen. Wilsenach stellte fest, dass die Aufsichtsbehörden die Handlungen zwar bereits im Jahre 2010 begonnen hatten, die AGCC allerdings erst Anfang dieses Jahres mit einem externen Wirtschaftsprüfer und einem forensischen Prüfer, mit ihren „Untersuchungen begonnen“ hatte.
Werden sich Full Tilt Poker und die AGCC küssen und versöhnen?
Wegen der dauerhaften Abneigung zwischen der Online Poker Webseite und ihrer Aufsichtsbehörde fragt man sich natürlich, ob die Bernard Tapie Groupe versuchen würde die Betriebsgenehmigung von der Alderney Gambling Control Commission wiederzubekommen oder ob sie sich lieber woanders umschauen würden. Mit der Möglichkeit, dass bisherige Eigentümer von Full Tilt Poker in die neue Seite investieren, könnte die AGCC Vorbehalte gegenüber der Bereitstellung der Full Tilt Poker Betriebsgenehmigung haben. Vielleicht wird das letzte Wort aber auch durch die Spieler gesprochen. Dadurch, dass sie sich durch die AGCC verraten fühlen (ob zurecht enttäuscht oder nicht), könnten die Spieler mit ihrer Bankroll Stimme (wenn sie erst einmal Zugang zu dieser haben) abstimmen und somit die Bernard Tapie Group dazu zwingen, ihre Behörde woanders zu suchen.
Die Veröffentlichung dieser Miteilung scheint ein wenig verfrüht zu sein, da es immer noch viele Bedingungen gibt, die von dem Unternehmen, vor der Übernahme durch die Tapie Group erfüllt, werden müssen. Diese Bedingungen umfassen eine geeignete Lösung mit dem Department of Justice, bezüglich der von ihnen getroffenen Maßnahmen im Anschluss an den 15. April, eine Vollständige Prüfung des finanziellen Zustandes von Full Tilt Poker (was begonnen, aber bis jetzt noch nicht beendet wurde), und eine Vereinbarung mit der Genehmigungsbehörde, dass Full Tilt Poker in der absehbaren Zukunft auch außerhalb von Amerika betrieblich agieren darf.
Die AGCC Notiz zu dem Beschluss, der die Betriebsgenehmigung von Full Tilt Poker wiederrufen hat, enthielt kaum Überraschungen.
Wie allgemein vorhergesagt, hat Full Tilt Poker gestern Abend eine Erklärung abgegeben, in der sie die Schuld für die „möglichen Schäden“ an einer Investor Übernahme, nach dem Wiederruf der weltweiten Betriebsgenehmigung von Full Tilt Poker, der Alderney Gambling Control Commission zuschieben.
In einer unerwarteten Erklärung, ausgegeben von der US Staatsanwaltschaft des südlichen Bezirkes von New York, scheint es so, als könnte das US Department of Justice (DoJ) die Spieler direkt entschädigen, die von Full Tilt Poker (angeblich) beraubt wurden.
Nach der geänderten Klage der Vereinigten Staaten gegen PokerStars et al.. 11 Civ. 2564 (LBS), welche am 22 September 2011 eingereicht wurde, erhielt das United States Anwaltsbüro des südlichen Bezirkes von New York, bezüglich der Rückerstattung ihrer Gelder von Full Tilt Poker, eine Reihe von neuen Anfragen von Einzelpersonen.
Die Alderney Gaming Control Commission (AGCC) hat soeben eine Erklärung abgegeben, dass die Betriebsgenehmigung von Vantage Limited, Filco Limited und Oxalic Limited, die Handelsnamen von Full Tilt Poker, wiederrufen wurde.
AGCC Kommissare haben heute, wie ein Gericht, die Lizenzen von Vantage Limited, Filco Limited und Oxalic Limited, operierend als Full Tilt Poker (FTP), mit sofortiger Wirkung widerrufen. Dies folgt der früheren Aussetzung der Lizenzen vom 29. Juni 2011.
Die Nevada Gaming Control Direktion organisierte eine öffentliche Anhörung, um einen Vorschlag zur Legalisierung von Online Poker diskutieren zu können. Dies geschah in der Hoffnung, der erste Staat sein zu können, der gewisse Vorschriften hat, wenn die Bundesregierung das Gesetz zur Legalisierung von Internet Poker in den USA verabschieden würde.
Chris Fergusons Anwalt, Ian J. Imrich, ist dabei auf Fragen von Ex Full Tilt Poker Spielern auf seiner Facebook Pinnwand zu antworten – erwarten Sie aber lieber nicht viel von den Antworten! Bis zu dieser Woche hat Ian Imrich die Pinnwand bloß als Marketingwerkzeug gebraucht, um so positive News über Full Tilt und seinen Clienten posten zu können.
Calvin Ayre erklärte, dass die Klage, die vergangenen Woche gegen Full Tilt Poker und seine Vorstandsmitglieder Chris Ferguson, Howard Lederer und Rafael Furst eingereicht wurde, mit besseren Online Poker Regeln nicht hätte vermieden werden können, da Full Tilts Dummheit bei deren Geschäften auschlaggebend sei.
Der US Republikaner Barney Frank, größter politischer Verbündeter des Online Glücksspiels, hat sich, bei seiner Unterstützung des Internet Pokers, nicht durch die Anklage wegen Betruges und Geldwäsche, welche letzte Woche gegen Full Tilt Poker und seine Vorstandsmitglieder eingereicht wurde, beeinflussen lassen.
Frank hat sich dazu verpflichtet, die 18.600 Dollar, die er von Lederer, Ferguson und Furst bekommen hat, zurückzuzahlen. Außerdem will er die Opfer, die Full Tilt Poker Spieler mit nicht ausbezahlten Konten, entschädigen, wenn hierfür ein Fonds eingerichtet werden sollte. Wenn es keinen solchen Fonds geben sollte, versprach Frank, dass Geld für wohltätige Zwecke zu spenden.