Es scheint so, also könnten es Annie Duke und die Mitglieder der Epic Poker League nicht ertragen, aus den falschen Gründen aus den Schlagzeilen zu sein.
Sie erlaubten einem bekannten Dieb/Betrüger ihr Eröffnungshauptevent zu gewinnen und dann schlossen sie einen Mann aus, der seine Zeit zwanzig Jahre bevor er Zweiter wurde abgesessen hatte. Nun haben sie Howard Lederer und Chris Ferguson suspendiert – die beiden Spieler, die wahrscheinlich für die geringste Aufregung bei einem dieser Events sorgen – auch wenn sie eines Verbrechens nur beschuldigt worden sind (und nicht verurteilt).
Auf den fahrenden Zug aufspringen
Selbst die kaum zynischen Anhänger der Full Tilt Poker Story werden erkennen, dass dies bloß ein Versuch ist, Aufmerksamkeit auf die Liga zu lenken, anstatt ein vertretbares Disziplinarverfahren auszuführen. Beide, Lederer und Ferguson, sind der zivilen (nicht kriminellen) Straftaten beschuldigt worden (nicht verurteilt), und gegen das Standard und Conduct Komitee Mitglied Andy Bloch ist nichts unternommen worden, obwohl er einer der Miteigentümer von Full Tilt Poker ist und in der Todd Terry Zivilklage gegen Full Tilt Poker genannt wurde.
Epische Widersprüchlichkeit
Neben Andy Bloch (der sich selbst von der Abstimmung über die Suspendierung von Lederer und Ferguson wegen Befangenheit ausgeschlossen hatte) gibt es viele andere Spieler, denen es erlaubt ist an der Epic Poker League teilzunehmen, obwohl sie eine Vergangenheit haben, die sie selbst – und die Liga – lieber vergessen würden. Dutch Boyd, der beim letzten EPL Main Event den finalen Tisch erreichen konnte, war der Mann hinter Poker Spot – einer Online Poker Webseite, die 2001 „verschwand“ und Spielern 400.000 Dollar schuldet. Mike Matusow verbrachte wegen Drogendelikten einige Zeit im Gefängnis und natürlich Annie Duke selbst, die, obwohl sie nicht berechtigt war, an allen EPL Main Events teilnahm und dafür bezahlt wurde, eine Webseite zu promoten, die eine lange Geschichte mit mehreren Betrugsskandalen hatte und einer Reihe von Pokerspielern immer noch ungefähr 50 Millionen Dollar Auszahlungen schuldet.
Weitere könnten folgen
Die schwindende Liste der Spieler, die an den Veranstaltungen der EPL teilnehmen dürfen, könnte sich laut dem Komitee Vorsitzenden Stephen Martin, weiter reduzieren. Martin sagte in einem Interview, nachdem die Suspendierung der beiden Spieler bekannt wurde, dass das Standard und Conduct Komitee weiterhin die fortlaufenden Bundesaktionen gegen Full Tilt Poker verfolgen werde. „Wenn andere Mitglieder bei diesen Handlungen genannt werden, wird der Ausschuss weitere disziplinarische Maßnahmen erwägen.“ Er fügte hinzu: „Die Regierung hat sich dafür entschieden, Howard Lederer und Chris Ferguson, individuell in ihren Rollen als Mitglieder des Vorstands von Full Tilt aufzuzählen.“
Hohe moralische Ansprüche zu haben, führt zu wenig TV Einnahmen
Das Konzept einer professionellen Führung ist wahrscheinlich gut für das Spiel, aber der Gründer der Epic Poker League wird bedauern, dass er seine Qualifikationskriterien solch hohen Standards ausgesetzt hat. Immerhin ist das sekundäre Ziel der Epic Poker League, die Events ans Fernsehen zu verkaufen – aber wer will schon zusehen, wenn keiner der Bösewichte spielen darf!
Eoghan O’Dea (ausgesprochen wie „Owen“) hat einen der berühmtesten Väter in der Pokerwelt. Er ist der Sohn von Donnacha O’Dea, ein ehemaliger Olympia Schwimmer der sich dem Poker zugewandt hat und nicht nur ein World Series of Poker Armband gewinnen konnte, sondern auch an zwei weiteren Finaltischen teilnahm und insgesamt 23 mal ins Preisgeld kommen konnte. Der ältere O’Dea nahm beim Late Night Poker teil und gewann das Poker Million Turnier 2004. Sein Vater war ebenfalls ein großer Pokerspieler, also ist es kein Wunder, dass Eoghan O’Dea ebenfalls in der Pokerwelt aktiv ist.
Dieser gute Spieler blieb während des WSOP Main Event 2011 weitestgehend außerhalb des Rampenlichts. O’Dea ging bisher im Laufe des Turniers sehr selten All-in, aber dennoch waren seine Gewinne stabil. Er spielte bei nicht allzu vielen großen Potts mit, doch dieser normalerweise aggressive Spieler, spielt bei der diesjährigen WSOP um den Sieg mit.
Seit die World Poker Tour während dem Eröffnungsjahr zum ersten Mal nach Paris kam, hat noch nie ein Amerikaner den Titel gewonnen – bis zu diesem Jahr, als der gebürtige Amerikaner Matt Waxman WTP-Geschichte schrieb, da er sich den Titel schnappte und das Preisgeld von 518.750 Euro. Waxman ist es gelungen deutlich Chipleader zu sein und seine Konkurrenz auszuschalten, einschließlich Martin Jacobson, der der erfahrenste Pokerspieler am Finaltisch war, der aber scheiterte kurz nachdem er mit nur wenigen Chips ins Spiel kam.
Schließlich endete das Spiel im Heads Up. Weder Matt Waxman, noch Hugo Lemaire hatte vorher eine Zahl wesentlichen Gewinnen, und es hätte wohl das Spiel von jedem sein können, wenn Waxman nicht die umfangreichere Chipführung gehabt hätte. Der Amerikaner hatte 7.863.000 Chips, wohingegen der Franzose nur 1.550.000 Chips hatte, und Waxman würde diesen Vorteil nutzen um Lemaire zu besiegen und seine Hand zu schlagen. Als Lemaire gezwungen war bei der dritten Hand des Heads Up-Spiels zu callen, hatte Waxman den Flush auf der Hand, den er brauchte und schickte Lemaire mit 311.100 Euro und einem Eintritt zum WPT Amneville (Wert: 3.500 Euro) nach Hause. Währenddessen sammelte Waxman einen neuen Titel, ein wichter Moment der Poker Geschichte, 518.750 Euro und einen Platz im WPT World Championship Event 2012.
Annie Duke bekam wegen eines Kommentares bei der Talkshow „The Late Late Show with Craig Ferguson“, wo sie ihr neues Buch und die Epic Poker League promoten sollte, eine Menge Aufmerksamkeit. Kritiker haben an 99% ihrer Aussagen, die sie während der amerikanischen Show äußerte, nichts auszusetzten, aber sie widersprechen den drei Wörtern, die Duke in Reaktion auf einen Kommentar von Ferguson sagte. Ferguson fragte: „Ist Poker nun nicht illegal?“ worauf Duke antwortete: „Nein, nur Online Poker.“
5. Duke hat nun die EPL, somit muss sie sich keine Gedanken über das Schicksal von Online Poker machen
Endlich gibt es wieder ein paar gute Nachrichten für PokerStars, die seit dem Schwarzen Freitag den größten Teil ihres Vermögens eingefroren sahen. Das Justizministerium der Vereinigten Staaten, das zuständig war für das Einfrieren des Vermögens von sowohl PokerStars, aber auch Full Tilt Poker und Absolute Poker, hat ein Konto freigegeben, das zu Sphene International gehört, einer der Zuständigen der Zahlungsvorgänge von PokerStats.
Spieler, die bei Full Tilt Poker Geld angelegt haben, werden daran interessiert sein zu wissen, dass die Webseite „exclusive News“ auf pokernews.com veröffentlich hat, bezüglich des Zustands mit dem unbekannten Investor. Full Tilt war in der Vergangenheit nicht gerade entgegenkommend mit Informationen darüber was nun genau mit der Seite los ist, die zuvor eine der größten Online-Poker-Seiten der Welt war, und nun veröffentlichten sie eine kurze private Stellungnahme, welche entschlüsselt wohl soviel heißt wie: „Wir haben keinerlei guten Nachrichten bekannt zu geben, ansonsten würden wir das jeglichen Nachrichtenquellen, Social Network Media und ehemaligen Kunden zukommen lassen.“
Chino Rheem, der vor kurzem Schlagzeilen machte, als er das Eröffnungshauptevent der neu gegründeten Epic Poker League gewann und somit 1.000.000 Dollar Preisgeld mit nach Hause nehmen konnte, wurde von der EPL, aufgrund einer enormen Menge an ausstehenden Schulden, ausgeschlossen. Die EPL besagt, dass Rheem ihren Code of Conduct nicht nur verletzt hat, weil er einer Menge Leute eine Menge Geld schuldet, sondern weil er angeblich ungewöhnliche Bemühungen unternommen hat, um nichts davon zurückzahlen zu müssen.
Bisher sind seine gesamten EPL Gewinne dazu benutzt wurden, um Ben Lamb und Erik Cajelais auszubezahlen, obwohl viele der anderen ausstehenden Schulden in der Menge viel kleiner sind (im Durchschnitt, 10% der Zahlung). Die Zeit wird zeigen, ob noch mehr Schulden aus der Versenkung auftauchen werden, aber dennoch ist eines sicher: Die EPL ist wegen ihres guten Namen dazu verpflichtet, zu helfen.
Wenn alles schwarz zu sein scheint für amerikanische Pokerspieler, die seit dem Schwarzen Freitag vor vier Monaten eine Katastrophe nach der anderen erlitten haben, eilt ihnen eine Webseite zu Hilfe – PocketFives. Die Webseite, die eine Auswahl von Trainings und Coachings anbietet, so dass die Spieler ihre Fähigkeit verbessern können, bietet nun einen neuen Service an, bei dem
Wenn dich Kanada nicht haben will, wähle ein anderes Land. Dass ist das, was wir von Daniel „jungleman12“ Cates und seinem Trupp lernen, wenn sie von Plan sind, den Standort zu wechseln. Diesmal wollen sie nach Portugal, nachdem Cates auf die harte Tour erfahren musste, dass er ein Arbeitsvisum beantragen muss, wenn er in ein fremdes Land einreisen will, um dort zu arbeiten und durch Poker spielen (d.h. arbeiten) Geld zu verdienen. Hat Cates im portugiesischen Recht ein Schlupfloch gefunden, welches ihm erlaubt in der EU ohne ein Arbeitsvisum einzureisen, oder plant er seine weitestgehend bekannte Auswanderung außerhalb des Radars durchzuführen?
Obwohl die Staatsanwaltschaft sofort Beschwerde gegen das Urteil einlegte und nur wenige Experten glauben, dass das Urteil des Richters aufgehoben wird aufgrund der Beschwerde, gab dieser Fall den Leuten eine Menge Gesprächsstoff.