Poker Blog

Frohes neues Jahr!

Mit leichter Verspätung (die ersten Tage des Jahres waren für uns sehr arbeitsintensiv), wollen wir Ihnen ein frohes neues Jahr wünschen!

Ein neues Jahr ist nun angebrochen und wir können zufrieden auf das alte Jahr zurückblicken. 2008 war ein erfolgreiches Jahr für Max Poker Bonus – nicht zuletzt weil die Seite Ende Mai online ging. In der kurzen Zeit seit Bestehen konnten wir bereits gute Beziehungen zu den Poker Seiten, die wir auf unserer Seite präsentieren, aufbauen und dadurch zahlreiche exzellente Poker Bonus Angebote erzielen. Am herausragendsten ist hierbei wohl der spezielle Poker Bonus bei BestPoker, der nach längeren und sehr fruchtbaren Gesprächen mit unseren Ansprechpartnern entstanden ist. Die sehr strenge und gezielte Vorauswahl an Räumen, die wir hier aufnehmen wollten, macht sich durchaus bezahlt, getreu unserem Credo, daß Qualität wichtiger ist als Quantität.

Ein weiterer wichtiger Schritt war die Zusammenlegung von PokerRoom und EuroPoker zu bwin Poker – viele Spieler haben seitdem unser Bonus Angebot für bwin Poker ausgenützt und wir hören bisher nur positives Feedback. Während BestPoker und bwin Poker derzeit die beliebtesten Poker Seiten sind, stehen auch die meisten anderen (wie beispielsweise das erst kürzlich aufgenommene Programm Everest Poker) hoch im Kurs bei unseren Besuchern.

Thema „hoch im Kurs“: Unsere Rechner (Wahrscheinlichkeitsrechner, Bonus Rechner und M-Rechner) sind ebenfalls sehr beliebt. Wir haben nun auch erfahren, daß bereits vor einiger Zeit ein Fan unserer Seite einige unserer Icons für ein kleines Programm namens RocketDock (das ich mir daraufhin gleich selber installiert habe) nachgebaut und neu erstellt hat, damit er und einige seiner Freunde durch einen Mausklick direkt auf die entsprechende Seite gelangen können. Vielleicht interessieren auch Sie sich für dieses Icon-Set, das bereits über 300 mal heruntergeladen wurde. Dieser Fan freut sich mittlerweile über ein Max Poker Bonus Outfit. Wenn Sie etwas ähnliches machen wollen, lassen Sie uns das doch bitte wissen, damit wir Ihnen danach auch eine kleine Aufmerksamkeit zukommen lassen können.

Und nun, da 2008 zu Ende ist und 2009 uns anlacht, werden wir unseren Neujahrsvorsatz in die Tat umsetzen. Wir wollen weiterhin die gewohnte Qualität liefern und Ihnen auch in Zukunft immer bessere und interessantere Poker Bonus Angebote, aber auch spezielle Max Poker Bonus Promotions bieten. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen Prosit 2009 und ein erfolgreiches Jahr – nicht nur was das Pokern angeht!

Mit bwin Poker zu den Aussie Millions nach Australien

bwin Poker Aussie MillionsEs ist bald wieder soweit: Die Aussie Millions stehen vor der Tür und auf bwin Poker haben Sie zahlreiche Möglichkeiten, sich für Australien zu qualifizieren und dort um Ihren Teil des Preisgeldes zu spielen.

Die Aussie Millions werden im Jänner im Crown Casino in Melbourne stattfinden und es werden in diesem Rahmen 18 großartige Events ausgetragen. Das ganze wird mit dem Hauptevent gekrönt, einem No Limit Hold’em Turnier mit einem Buy-In von AUD10.500 (AUD = Australischer Dollar).

Dieses Main Event wird auch von Fox Sports Net übertragen und weltweit ausgestrahlt. Sie könnten also nicht nur um sehr, sehr viel Geld spielen, sondern dabei auch im Rampenlicht der Medien stehen.

Aussie Millions Preispaket

Jedes Aussie Millions Paket besteht aus einem $8.800 Buy-In für das Main Event, $1.800 Buy-In für das 6 Handed Event, $2.500 für Reisekosten und Taschengeld sowie $2.900 für die Unterbringung im luxuriösen Crown Casino in Melbourne. Für alle, die nicht im Kopf mitgerechnet haben: Das Aussie Millions Package hat einen Gesamtwert von $16.000!

Qualifikation für die Aussie Millions mit bwin Poker

Es gibt je nach persönlicher Vorliebe diverse verschiedene Möglichkeiten, wie Sie sich für die Aussie Millions Events bei bwin Poker qualifizieren können.

bwin Poker Aussie Millions QualifiersEine der Möglichkeiten wäre beispielsweise die Teilnahme bei den Aussie Millions Head Hunter Turnieren. Bei jedem dieser Head Hunter Turniere wird mindestens ein Aussie Millions Paket garantiert vergeben. Wenn der Preispool $32.000 erreicht, wird noch ein zweites Preispaket hinzugefügt.

Im Gegensatz zu einem Bounty Turnier bekommen Sie hier nicht für einen bestimmten Spieler einen Preis. Derjenige Spieler hingegen, der die meisten Gegner aus dem Turnier wirft, erhält das Aussie Millions Paket im Wert von $16.000.

Das Buy-In zu diesem Head Hunter Turnier beträgt $20+2, Sie können sich aber auch über die $1 Head Hunter Lotterie qualifizieren (Vorsicht, diese Möglichkeit heißt zu recht Lotterie, denn hier wird jeder Spieler automatisch bei jeder Hand auf All-In gesetzt – es geht hier also nur um Glück!), bei der 5 Tickets für das Aussie Millions Head Hunter Turnier vergeben werden. Die interessantere Variante (bei der es auch um Können geht) ist die Head Hunter Last Chance, ein Turbo Qualifier für ein Buy-In von $2+0,20.

Aussie Millions Online Finale

Sie können auch durch die Teilnahme an einem Aussie Millions Online Finale Ihren Platz bei den Aussie Millions in Melbourne ergattern. Ein direktes Buy-In zu einem dieser Aussie Millions Online Finale beträgt stolze $300+$20. Dafür wird bei diesen Turnieren, die jeden Donnerstag und Sonntag ausgetragen werden, immer mindestens ein garantiertes Aussie Millions Paket im Wert von $16.000 vergeben. Auch hier gilt, wenn der Preispool $32.000 überschreitet, erhält auch der zweite ein Aussie Millions Preispaket. Das restliche Geld wird unter den übrigen Spielern gemäß den normalen Turnierregeln aufgeteilt.

Auf bwin Poker finden selbstverständlich auch für diese Aussie Millions Online Finale Qualifikationsturniere statt. Für ein Buy-In von gerade einmal $2 spielen Sie um einen Platz in einem der erwähnten Finalturniere. Sie müssen hierzu auch keine Stufen emporklettern von Turnier zu Turnier, Sie können sich direkt für das Finale qualifizieren.

Aussie Millions $100.000 Freeroll

Die nächste Variante ist sogar völlig gratis. Sie haben täglich dreimal die Chance, sich über ein Freeroll Turnier für einen Semi-Final-Platz zu qualifizieren. Wenn Sie bei einer dieser Freerolls unter den Top 150 sind, haben Sie es bereits geschafft. Um an einem der Semi-Finale teilzunehmen, die täglich von 4. bis 8. Januar stattfinden, müssen Sie außerdem zumindest einen bwin Poker Punkt erspielt haben (Details dazu finden Sie auch auf unserer bwin Poker Bonus Info-Seite).

Sie können sich nach erfolgreicher Qualifikation für ein beliebiges Semi-Finale entscheiden und wenn Sie dort unter den besten 10 Spielern landen, nehmen Sie am Aussie Millions Saturday Final teil, das am 9. Januar durchgeführt wird. Dort warten dann gleich 6 der begehrten Aussie Millions Packages auf die Teilnehmer.

Aussie Millions Big Bounty

bwin Poker Aussie Millions Big BountyDas Aussie Millions Big Bounty ist nicht nur ein Turnier, bei dem Sie zusätzlich jeweils 3 Aussie Millions Preispakete gewinnen können. Es ist auch abgesehen davon ein sehr interessantes Event mit hohem Preisgeld, bei dem Sie auf zehn bwin Poker Profis treffen werden. Wenn Sie einen davon eliminieren können, bekommen Sie bereits das Buy-In von $93+7 wieder auf Ihrem Konto gut geschrieben. Und für jeden weiteren gibt es auch nochmals jeweils $100.

Sie müssen sich aber für dieses Big Bounty Turnier nicht direkt einkaufen, Sie können sich stattdessen auch über Sit & Go Turniere ab $1+0,10 bzw. reguläre Turniere mit Buy-Ins von $5+0,50 bis zum $100.000 Bounty Finale hoch spielen. Die Big Bounty Turniere finden jeden zweiten Sonntag statt.

$500.000 No Limit Texas Hold’em Finale

Am 11. Januar 2009 findet bei bwin Poker ein No Limit Texas Hold’em Turnier mit einem garantierten Preisgeld von einer halben Million Dollar statt. Für dieses Turnier können Sie sich entweder über Sit & Go Turniere qualifizieren oder über eines der zahlreichen geplanten und angesetzten Multi Table Turniere. Die Sit & Go Turniere beginnen mit Buy-Ins in Höhe von $1+0,10 und 15 Teilnehmern und enden mit SNG Turnieren mit $50+4 Buy-Ins für 10 Spieler.

Die vorgeplanten Multi Table Turniere gibt es ebenfalls in verschiedenen Varianten, angefangen von $1+0,10 Buy-In Turnieren bis hin zu $50+4 Buy-In Turnieren finden Sie zahlreiche Möglichkeiten, sich für das Finalturnier am 11. Januar zu qualifizieren und somit die Chance wahrzunehmen, um das immense Preisgeld und die einzigartige Medaille zu spielen.

Wenn Sie die Qualifikation entweder nicht spielen wollen oder aber dabei scheitern, haben Sie auch die Möglichkeit, direkt in das große $500.000 Finale einzusteigen – das Buy-In beträgt in diesem Fall $350+25. Egal ob über die Qualifikationsturniere oder aber durch ein direktes Buy-In, lassen Sie sich die Chance auf dieses großartige Turnier nicht entgehen. Wenn Sie sich noch nicht bei bwin Poker angemeldet haben, können Sie das jetzt gleich über unsere Seite tun. Wir empfehlen Ihnen in diesem Fall, vorher unsere bwin Poker Bonus Informationen genau durchzulesen, um für sich den individuell besten Poker Bonus für bwin zu finden. Sie finden bei uns auch genauere Informationen darüber, wie der Bonus freispielbar ist.

Cash Game Strategie – Allgemeines

Ich habe Euch vor kurzem bereits Teile der Cash Game Strategie näher gebracht und möchte heute gerne abschließend ein paar grundsätzliche Regeln abhandeln. Beim Pokern kann man nicht jede einzelne Hand gewinnen, das wäre utopisch. Das Ziel liegt auch nicht darin, jede Hand zu gewinnen, sondern insgesamt nach einem netten Abend mit mehr Geld vom Tisch aufzustehen als man zuvor an den Tisch mitgenommen hat. Wie soll das nun gehen?

Nehmen wir einfach zu theoretischen Zwecken an, Du spielst an einem Tisch mit insgesamt 10 Leuten (9 plus Du selber), es gibt keinen Rake (also kein Geld, das irgendwohin abfließt, alles bleibt am Tisch) und der Pot in jeder Runde ist gleich hoch. Wie gesagt, eine sehr theoretische Annahme zu Testzwecken. Wie viele Hände pro Runde müßtest Du gewinnen, um insgesamt kein Geld zu verlieren? Genau 1 aus 10 Händen. Das klingt nicht nach viel. Ist es auch nicht. Und genau das ist das Geheimnis – Du kannst ruhig Hände verlieren, und das wirst Du auch. Du mußt dabei nur aufpassen, daß Du bei Händen, bei denen Du bereits am Pot beteiligt bist, auch einmal einen Rückzieher machst, statt weiter in den Pot einzuzahlen. Und zwar dann, wenn Du weißt oder spürst, daß Du die schlechteren Karten hast. Es ist weit besser, wenn Du Dich einmal, zweimal, ach was, fünfmal aus den Pot bluffen läßt, als daß Du einmal All-In gehst und Deinen Stack verlierst.

Kenne Deine Odds & Outs

Ein weiterer sehr wichtiger Aspekt bei den Cash Games (aber nicht nur dort) sind die Odds und Outs. Man muß jetzt nicht ständig alle möglichen Zahlen im Kopf herum jonglieren, aber man sollte sich zumindest auch als blutiger Anfänger immer (und zwar immer, immer, immer) bewußt machen, wie viele Outs man hat und überlegen, wie wahrscheinlich es ist, daß man eines dieser Outs trifft. Gleichzeitig darf man nie aus den Augen verlieren, welche Kombinationen für die Gegner mit den Community Cards möglich sind und muß auf dementsprechendes Verhalten aufpassen. Oft wirst Du in der Lage sein, sehr genau vorherzusagen, welche Karten jemand hat – und das lediglich aufgrund seines Wettverhaltens.

Natürlich hat jeder Spieler seinen eigenen Stil, und das macht das Spiel ja auch so interessant. Es gibt sehr aggressive Spieler, die auch in frühen Positionen marginale Hände spielen und diese forcieren, was aber nicht mein Stil ist (und auch für Anfänger nicht empfohlen wird). Es gibt große Diskussionen darüber, ob ein erfolgreicher Spieler nicht viel aggressiver spielen muß, als es Anfängern nahe gelegt wird. Dazu sei gesagt, daß es wohl nie eine allgemein gültige und unfehlbare Entscheidung geben kann. Es obliegt jedem Spieler, die für ihn passende Spielweise zu finden und diese auch den Umständen entsprechend anzupassen.

Vermeide zu viele All-In Situationen

Denke immer daran, bei Cash Games liegt Dein Geld tatsächlich am Tisch. Das ist kein Turnier, bei dem Du Dich um €30+3 eingekauft hast und Deine 35.000 Chips knapp vorm Final Table setzt, weil Du es riskieren willst, damit Du am Final Table eine gute Position hast bzw. weil Du ohnehin schon müde bist. Das ist ein Spiel, bei dem Du Dich um €50 eingekauft hast, auf €80 hinaufgespielt hast und diese €80 jetzt vielleicht leichtfertig verspielst, anstatt die bisher in diesen Pot investierten €20 abzuschreiben und mit €60 noch immer im Plus da zu stehen. Stell Dir vor, wie ärgerlich es wäre, das ganze Geld wider besseren Wissens Deinem Gegner zu schenken. Leg stattdessen die Karten weg, steh vom Tisch auf und atme einmal tief durch und steig später wieder ein. Und das dann vielleicht ohne die bereits zuvor gewonnenen €10. Manchmal schreit eine Hand nach einem All-In. Manchmal kann das auch ein guter Schritt sein. Manchmal macht man damit wirklich viel Gewinn. Manchmal geht das aber nach hinten los und man steht plötzlich ohne Geld da. Blöd gelaufen. Deshalb vermeide ich persönlich mittlerweile tunlichst zu häufige All-In Situationen und warte auf meine Chance.

Gehe es ruhig an und riskiere nichts

Ich kann Euch jedenfalls nur stark dazu raten, in Euren ersten Cash Games sehr konservativ zu spielen, weil Ihr sonst Euer blaues Wunder erleben werdet. Vielleicht nicht beim ersten Spiel, vielleicht nicht beim zweiten… aber sicher relativ bald werdet Ihr Euch in einer Situation finden, in der Ihr dumm verliert, also aus eigener Schuld. Einfach weil Ihr Eurem Gegner erlaubt habt, Euch in etwas hineinzureiten, aus dem Ihr nicht mehr aussteigen wollt oder könnt. Gute Cash Game Spieler verstehen es, so zu erhöhen, daß sie ihrem Gegenspieler das Maximum aus der Tasche ziehen.

Ein letzter und ungemein wichtiger Tipp: Spiele niemals, niemals „on tilt“!! Das ist in einem Turnier schon schlimm genug, aber da ist irgendwann mal Feierabend und Du bist einfach draußen. Bei einem Cash Game aber kannst Du durch Tilt Deine gesamte Bankroll auf einen Sitz verlieren. Ich habe einige Freunde, denen genau das passiert ist. Sie alle haben daraus gelernt und ich weiß, daß es ihnen nie wieder passieren wird, weil Sie jetzt vom Tisch aufstehen, wenn sie ihren Stack verbraten haben und erst einmal eine längere Pause machen, bevor sie sich erneut an einen Tisch setzen. Tilt ist bei Cash Games gleichbedeutend mit Geldautomat für alle anderen Spieler an diesem Tisch.

Sit & Go – Flop, Hop und Drop

Im letzten Beitrag haben wir uns mit Position und Starthänden beschäftigt – wann sollen Sie welche Hand wie spielen. Im heutigen Beitrag möchte ich Ihnen gerne erklären, was wir denn eigentlich am Flop sehen wollen und wie wir unsere Hand fertig spielen. Bitte bedenken Sie, daß mein gesamter Sit & Go Strategie Blog – wie schon im ersten Beitrag (Sit & Go – Vorbereitung) erwähnt – auf Mikrolimit SNGs zugeschnitten ist. Während die Grundprinzipien teilweise auf SNGs mit höheren Buy-Ins umsetzbar sind, müssen Sie sich im Klaren sein, daß das Spiel sich bei höheren Limits doch wesentlich unterscheidet.

Wir haben uns also entschieden zu callen oder zu raisen. Wenn wir vor dem Flop raisen, machen wir das bei Mikrolimit SNGs in den ersten Blind Leveln gehörig. Wir raisen nicht um den dreifachen oder vierfachen Big Blind, wir raisen beispielsweise um den zehnfachen Big Blind. Also bei unserem fiktiven Turnier mit einem 10/20 Startlevel und 1.500 Chips sollte so ein Raise bei rund 200 Chips liegen. Unsere generelle Strategie zielt darauf ab, schon vor dem Flop möglichst große Pots aufzubauen. Und wenn es zum Flop kommt, wollen wir das Maximum an Chips von unseren Gegnern holen. Deshalb auch der Titel Flop, Hop und Drop – wir investieren, um einen großen Pot zu erhalten.

Anhand vom Beispiel QQ haben wir zuletzt festgelegt, daß wir entweder raisen (wenn noch niemand erhöht hat), reraisen (wenn bereits jemand geraised hat) oder folden (wenn bereits 2 oder mehr Spieler erhöht haben). Unser Raise wäre also hier 200 Chips – wie hoch soll unser etwaiger Reraise ausfallen? Die Höhe richtet sich nach der Höhe des Erstgebotes am Tisch, wir reraisen auf mindestens den doppelten Pot. Hat unser Gegner beispielsweise 200 Chips geboten, bieten wir mindestens 460 (200 Chips + 20 BB + 10 SB = 230 Chips, folglich liegt der doppelte Pot bei 460). Unser Reraise beträgt aber unter keinen Umständen weniger als die Summe unseres Raises (laut unserer obigen Regel) und des momentanen Pots betragen würde.

Beispiel: Pocket Cards QQ, 10/20 Level, ein Spieler bietet 50 Chips – wir reraisen nicht auf 160 (50 + 20 + 10 = 80, 80 x 2 = 160), sondern auf unseren eigentlichen Raise Betrag (200) plus den momentanen Pot (50 + 20 + 10 = 80), also 280. Wir verwenden immer den höheren Betrag aus unseren beiden Regeln (doppelter Pot oder Raise + Pot). Wenn unser Reraise mehr als die Hälfte unseres momentanen Stacks ausmacht, entscheiden wir uns entweder, All-In zu gehen oder die Karten wegzulegen. Sie wollen auf jeden Fall vermeiden, zwei Drittel Ihres Stacks am Tisch liegen zu haben und am Flop ein As zu sehen, weil Sie dann bereits committed wären und die Hand ohnehin bis zu Ende weiterspielen müssen.

Was tun am Flop?

Gehen wir Ihre potentiellen Starthände und die zugehörigen Flops der Reihe nach durch:

  • Pocket Cards: Ein Paar

Gehen wir einmal von dem klassischen Paar in der Starthand aus. Sobald Sie den Flop sehen, halten Sie nach einer dritten Karte für Ihr Paar Ausschau. Wenn Sie diese dritte Karte nicht im Flop sehen, vergewissern Sie sich, ob Sie das Überpaar haben. In beiden dieser Fälle haben Sie eine starke Hand, die Sie auch dementsprechend weiterspielen können und sollen.

  • Pocket Cards: Kein Paar

Sie sehen den Flop mit AK, AQ, AJ oder KQ – was wollen Sie nun am Tisch liegen haben? Am allerliebsten natürlich 3 mal Ihre höchste Karte. Wahrscheinlich werden dann allerdings all Ihre Gegner beim ersten Bet aussteigen. Das nächstbeste wäre dann noch in absteigender Folge Full House, Straße, Drilling, 2 Paare oder 1 Paar. Die Wahrscheinlichkeit, beim Flop bereits Full House oder Straße zu erhalten, ist natürlich um einiges geringer als wenigstens ein Paar zu treffen. Wann sollten Sie Ihre Hand nun weiterspielen, wann weglegen? Wenn Sie am Flop nicht getroffen haben, checken oder folden Sie. Wenn Sie nur ein Paar getroffen haben und es nicht das Top Paar ist, checken oder folden Sie. In allen anderen Fällen können Sie ohne weiteres Druck ausüben, indem Sie bieten oder raisen.

Allgemeines: Beurteilen Sie den Flop und achten Sie darauf, ob er ungefährlich ist, also weder 3 Karten derselben Farbe noch 3 aufeinanderfolgende Karten am Tisch liegen. Wenn beim Flop bereits Flush oder Straight drohen, ist es ratsam, ein wenig feige zu sein und die Karten wegzulegen, wenn vor Ihnen stark geboten wird – es sei denn, Sie haben eine passende Karte, um einen Flush Draw oder Straight Draw zu haben. Wenn Sie nach dem Flop bieten, empfiehlt es sich, bei den Mikrolimits ca. 2 Drittel des Pots zu setzen – bei diesem Limit sollten die meisten Spieler versucht sein, zu callen.

Getroffen – was nun?

Wenn Sie das Glück haben, einen Vierling, ein Full House oder eine Straße zu haben, versuchen Sie, das Spiel möglichst langsam anzugehen, um niemanden zu verscheuchen. Bei Pocket Cards AK und einem Flop von AAA wird vermutlich selbst der größte Maniac bei einem Einsatz von der Hälfte des Pots aussteigen. Stattdessen können Sie sich dazu entscheiden, einfach nur zu checken und mit ein wenig Glück bietet ein Gegner, der entweder bluffen will oder ein Paar in seiner Hand hat. Sie können diese Hand noch immer am Turn anspielen (und auch dann vorzugsweise sanft) und hoffen, daß der ein oder andere Spieler Ihnen Ihren Vierling nicht abnimmt.

Am Turn gilt dasselbe wie bereits am Flop: Vergewissern Sie sich, daß die Karten am Tisch ungefährlich sind und bieten Sie wieder ca. 2 Drittel des Pots (oder gehen Sie All-In, wenn Ihr Stack nicht deutlich über diesem Betrag liegt). Wir wollen unseren Gegner dazu zwingen, uns entweder ordentlich auszuzahlen oder aber seine Karten wegzulegen.

Im Normalfall sollte es relativ selten zu einem River kommen, weil die meisten Ihrer Gegner irgendwann im Verlauf dieser Hand klein beigeben werden. Wenn es doch zum River kommt und Sie beispielsweise gegen 2 Paar (AA88) verlieren, halten Sie sich die Tatsache vor Augen, daß ein Spieler, der mit diesen Karten vor dem Flop bezahlt hat, die klar schlechtere Hand hat und im Regelfall auf Dauer ein verlierender Spieler ist. Dieser Spieler wird auch regelmäßig mitgehen, wenn er nur das As trifft, was weit wahrscheinlicher und öfter der Fall ist – und dann zahlt er Sie gehörig aus. Natürlich können Sie mit AA auch gegen 72 verlieren, aber wir spielen mit dem Vorsatz, langfristig ein gewinnender Spieler zu sein. Dazu gehören eben auch die ein oder andere Niederlage und Bad Beats.

Cash Game Strategie – Position & Hände

Mein letzter Beitrag handelte von der Vorbereitung für Cash Games und wenn Ihr Euch erinnert, habe ich kurz am Ende erwähnt, daß es offensichtlich Situationen gibt, in denen man gewisse Hände spielt, die man normalerweise lieber nicht spielen sollte. Nun, um das genauer zu erläutern, müssen wir uns vor Augen halten, daß Poker ein Spiel der Geduld aber vor allem auch der Information ist.

Information ist Trumpf

Hmm… kommt Euch das nicht bekannt vor? Hatte ich nicht am Ende meines vorigen Beitrages Cash Game Strategie – Einführung & Vorbereitung exakt dieselbe Überschrift verwendet? Ja, habe ich, aus gutem Grund. Während ich dort noch auf Informationen eingegangen bin, die Ihr vor dem Hinsetzen an den Tisch erhalten könnt, geht es jetzt um Informationen, die Ihr am Tisch selber in Erfahrung bringen werdet. Welche Information kann ich aber vor dem Flop einmal haben und ein andermal nicht? Nun, die Information, was Deine Gegenspieler für Karten haben, bzw. was sie machen. Wenn Du in einer frühen Position sitzt und beispielsweise als erster Spieler entscheiden mußt, ob Du Deine Karten weglegst, Du mitgehst oder gar erhöhst, hast Du noch keinerlei Ahnung, was die 9 anderen Spieler am Tisch für potentielle Karten haben und welche Aktionen Sie tätigen werden. Kommst Du als einer der Letzten oder gar Letzter dran, dann hast Du bis zu diesem Zeitpunkt schon allerhand über die Karten Deiner Gegner erfahren.

Aus diesem Grunde spiele ich viele Hände nur in später Position. Im Grunde genommen spiele ich in früher Position fast ausschließlich AA, KK, QQ, AK und wenn ich mal ganz lustig bin AQ (vorzugsweise suited) – alles andere folde ich beinahe ausschließlich. In später Position spiele ich dafür weit mehr und weit schlechtere Hände, je nach den Aktionen meiner Gegenspieler davor. A9, KQ, 77 und ähnliches zu spielen ist keine Seltenheit, wenn die Gelegenheit günstig ist. Wann ist die Gelegenheit nun günstig? Nun, wenn zuvor niemand erhöht hat (also niemand starke Karten gezeigt hat) und vielleicht sogar schon einige ausgestiegen sind, dann erhöht sich meine Chance, die besten Karten zu haben (oder zumindest erfolgreich so zu tun als ob) schon sehr.

Attackiere spät

Es gibt zahlreiche Diskussionen, welche Pocket Cards man in welcher Position spielen sollte und welche nicht, bei welchen Karten man erhöhen oder nur callen sollte, wie stark man Erhöhungen von Gegenspielern vor der eigenen Aktion bewerten sollte, und noch viel mehr. Ich persönlich finde, daß man das nicht gar so strikt sehen sollte und viel Fingerspitzengefühl entwickeln muß, um die Situationen jeweils richtig einzuschätzen. Ich empfehle Euch auch einen Blick auf die Tabelle, die Max in seinem Strategiebeitrag Sit & Go – Position und frühe Starthände erstellt hat – dort findet Ihr auch eine kurze Erläuterung der Positionen. Das sollte Euch eine gute Idee bezüglich der Hände und Eurer bevorzugten Aktionen geben, da dies auch auf Cash Games umlegbar ist.

Generell sollte man sich einfach wirklich sehr strikt an eine Regel halten: Spiele nie aus früher Position! Die wenigen Ausnahmen können genau so gut nach hinten los gehen. Wie oft passiert es, daß man mit KK in früher Position in den Pot einzahlt, nur um im Showdown die AA Kombi des Gegners zu sehen. Wie oft passiert es umgekehrt, daß man mit AA gegen JJ des Gegners verliert, weil er noch einen Jungen in den Community Cards dazu bekommt? Es ist ärgerlich, wenn man bei solchen Aktionen viel Geld verliert. Stattdessen sollte man ruhig die Härte haben, auch des öfteren gute Hände wie QQ oder JJ wegzulegen, wenn man das Gefühl hat, daß zumindest ein Gegenspieler eine wirklich gute Hand hat. Und wann kann man das am besten abschätzen? Eben, wenn man erst spät an der Reihe ist.

Mein Freund, der Bremser

Ich habe einmal einem Freund im Casino (bei einem Sit & Go, aber dieses Erlebnis kann man auch 1:1 auf Cash Games übertragen) über die Schulter geschaut und mich verzweifelt abgewendet als er Under the Gun sitzend QQ weggelegt hat. Pre Flop! Am Flop kam daraufhin AQ9 (was mich in meiner Annahme bestätigt hat, daß ein Raise pre-flop besser gewesen wäre, da ich nach dem allgemeinen Limpen vor dem Flop keinen der Spieler auf AA gesetzt habe) und der Pot stieg schnell an – ich nahm an, daß ein Spieler mit einer As getroffen hatte. Am Turn kam J, der Pot stieg weiter kräftig und ich wurde das erste mal nachdenklich. Jetzt könnte jemand theoretisch mit T8 oder KT bereits eine Straight haben. Und ehrlich gestanden waren einige der Spieler ziemlich loose und spielten viele Hände (auch nach Raises), die ich lange weggelegt hätte. Nun gut, die Wahrscheinlichkeit war dennoch eher gering und ich war nach wie vor überzeugt, daß er die beste Hand gehabt hätte. Wäre ich an seiner Stelle gesessen, wäre bereits mindestens mein halber Stack in der Tischmitte gewesen (sein Stack betrug umgerechnet ungefähr €500). Nun der River… auf dem Tisch liegt jetzt AQ9-J-J. Hmm… möglicherweise hat jemand eine Straight. Möglicherweise hat jemand JJ in der Hand und somit 4 Jungen. Möglicherweise hat jemand seine Pocket Aces langsam gespielt und hat 3 Asse. Nun wurden Berge von Chips in die Mitte geschoben, die gelinde gesagt jenseits von Gut und Böse waren. Plötzlich war ich mir meiner Sache nicht mehr so sicher. Schlußendlich hatte lediglich ein Spieler AQs, ein anderer Ax und der dritte nur eine High Card (und eine Lehrstunde darin, wie man nicht blufft). Mein Freund hätte also gewonnen. Aber nur, wenn er All-In gegangen wäre und das zu einem Zeitpunkt, wo man bereits davon ausgehen mußte, daß jemand anderer eine bessere Hand hatte.

Ich habe danach bei der Heimfahrt mit ihm über diese Hand gesprochen und er hat nur gemeint: „Bei den Typen hätte ich zu dem Zeitpunkt in einer frühen Position wahrscheinlich sogar AA weggelegt und mich entspannt. Einer ist ein unberechenbarer Maniac, der andere ein alter Fuchs, der selbst bei einem Straight Flush anfangs nur hinterher limped, um Dir anschließend das Geld aus der Tasche zu ziehen. Und die anderen an dem Tisch kannte ich nicht und konnte ich so früh am Abend noch nicht einordnen.“ Er hat mir erklärt, daß er in den ersten beiden Runden generell ALLE Karten weglegt, es sei denn er ist in einer der Late Positions – dann spielt er die wirklich guten Hände zumindest einmal an. Sein Credo war, zuerst alle Spieler einschätzen und ihren Spielstil kennen zu lernen, dann mit dem eigenen Spiel beginnen. Er hat den Abend Übrigens als Zweiter beendet und den Maniac vom Tisch genommen. „Den nehm ich jedesmal raus, ich glaub, der ist schon ein wenig angeknackst.“ Ich habe erfahren, daß das das fünfte mal in Folge war. Er hat gescherzt, daß er ihm langsam einmal zumindest einen Drink kaufen sollte, immerhin war das sowas wie ihr erstes Jubiläum…

In diesem Sinne, spielt in Euren ersten Cash Games wirklich nur aus später Position und riskiert nicht gleich all Euer Geld – es ist alles in allem besser, das ein oder andere mal einen Gewinn nicht zu machen, als einmal bei einem hohen Pot zu verlieren. In meinem nächsten Beitrag werde ich Euch noch abschließend ein paar allgemeine Tipps und Hinweise geben.

EPT – Prag

Bereits beim Heads-Up am Final Table stand fest, daß die EPT das erste mal einen Italiener zum Sieger küren würde. Salvatore Bonavena konnte sich im direkten Duell gegen Massimo Di Cicco durchsetzen und durfte stolze €774.000 vom Tisch mitnehmen. Damit setzte er sich gegen insgesamt 569 Gegner durch.

Der Spanier Raul Mestre mußte den Finaltisch vor allen anderen verlassen (was ihm ein Trostpflaster von €71.800 bescherte), durfte sich aber bald mit dem Berliner Nasr El Nasr abseits des Tisches unterhalten, als dieser kurz danach den Tisch verließ. 2 Blindlevels später wurde der Finale Table weiter gelichtet und der Finne Fredrik Nygard schied an sechster Stelle aus. Erst nach Mitternacht konnte das Heads-Up zwischen den beiden Italienern beginnen, nachdem Landsmann Francesco Cirianni, der Grieche Alexiou Konstantinos und der Kanadier Andrew Alan Chen aus dem Bewerb geworfen wurden.

Nach circa einer Stunde Heads-Up fiel dann die Entscheidung des European Poker Tour Events in Prag. Der Flop zeigte 8h3h2h und Di Cicco ging mit Ad4s All-In. Sein Kontrahent Bonavena hielt mit 8d7d dagegen hielt somit das Top Pair. Der Turn brachte 6c, was die Situation nicht änderte. Am River schließlich kam Js und somit war Bonavena’s Top Pair am Flop die Entscheidung.

Das Ergebnis des Final Table:

  1. Salvatore Bonavena – ITA – €774.000
  2. Massimo Di Cicco – ITA – €445.000
  3. Andrew Alan Chen – CAN – €257.000
  4. Alexiou Konstantinos – GRE – €199.000
  5. Francesco Cirianni – ITA – €166.000
  6. Fredrik Nygard – FIN – €130.000
  7. Nasr El Nasr – GER – €99.500
  8. Raul Mestre – ESP – €71.800

Um bei einem EPT teilzunehmen, muß man aber nicht unbedingt €5.000 Buy-In (wie in Prag) bezahlen, es gibt auch die Möglichkeit, sich online über Satellites zu qualifizieren, z.b. über Everest Poker. Mehr und mehr Online Qualifikanten schaffen es ins Geld bei so großen Veranstaltungen wie der EPT, viele davon konnten sogar gewinnen und sich über riesige Beträge freuen. Das Geheimnis für den Erfolg? Man muß konstant spielen und darf sich nicht vor großen Namen fürchten. Der WSOP Champion Peter Eastgate schaffte es beispielsweise in Prag nicht unter die besten 56 Spieler und ging leer aus.

Cash Game Strategie – Einführung & Vorbereitung

Wenngleich Turniere derzeit der große Renner sind – nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, daß man sich mit einigen dieser Turniere für große Live Events wie WSOP, WPT, EPT und dergleichen qualifizieren kann, wird leider zu Unrecht auf die ursprüngliche Art des Pokerns vergessen, egal bei welcher Variante: Das Spiel um Geld, die Cash Games.

Bei diesen Cash Games ist Euer Abend nicht etwa vorbei, wenn Ihr der letzte am Tisch seid oder all Eure Chips verbraucht sind (dann könnt Ihr Euch einfach neue kaufen), sondern wenn Ihr nicht mehr spielen wollt (oder aber – Gott bewahre – Eure Bankroll geplündert ist). Die Chips, die Ihr beim Hinsetzen am Tisch erhaltet, entsprechen exakt der Menge an Geld, mit der Ihr Euch eingekauft habt. Und Ihr erhaltet genau das Geld, dessen Wert Eure Chips anzeigen, wenn Ihr vom Tisch wieder aufsteht.

Das kann natürlich ein wenig riskant sein, wenn man noch keinerlei Erfahrung mit dem Pokerspiel um Geld gemacht hat und gerade erst anfängt, zu pokern. Ich empfehle Euch dringend, zuerst entweder um Spielgeld zu spielen und es wie echtes zu behandeln (auch wenn viele Eurer Gegner nicht so spielen werden und Ihr deshalb nicht zu sehr darauf bauen solltet, so einfach Geld zu machen, wenn es um echte Euros geht) oder bei diversen Turnieren teilzunehmen, ob nun Sit & Go (dazu hat Max ja bereits eine gute mehrteilige Sit & Go Strategie verfaßt, die Ihr Euch auch dann durchlesen solltet, wenn Ihr keine Sit & Go Turniere spielt, weil dort viele gute allgemeine Tipps zu finden sind) oder Multitable, bei denen Ihr Euch für einen gewissen Betrag einkauft und nicht riskiert, mehr als diesen zu verlieren.

Bereit zum ersten Cash Game?

Wenn Ihr denn bereit seid, den Schritt zu Cash Games zu wagen, empfehle ich Euch, wirklich langsam an die Sache heranzugehen. Beginnt bei den untersten Limits und gewöhnt Euch Schritt für Schritt an das Spiel – sobald Ihr ein Limit gemeistert habt und beständig gewinnt, versucht Euch am nächsthöheren. Und denkt daran, die Gegner werden immer besser, umso mehr Geld im Spiel ist. Sie reagieren oft anders auf Euer Spiel als bei den unteren Limits. Bedenkt immer, wie Eure Bankroll aussieht und was Ihr in Kauf nehmen könnt, zu verlieren. Nichts ist schlimmer als Cash Games mit Geld zu spielen, das man sich nicht zu verlieren leisten kann – außer vielleicht mit geborgtem Geld zu spielen. Das solltet Ihr beim Pokern ohnehin sofort vergessen – das ist erstens generell eine schlechte Idee aber auch sehr verpönt unter den Spielern. Entweder man hat das Geld zum Spielen oder man läßt es lieber.

Wer aber die Cash Games zu spielen versteht und sich dort zu einem gewinnenden Spieler mausern kann, der kann sich ein goldenes Näschen verdienen. Wenn man sich die Beträge ansieht, um die teilweise gespielt wird, versteht man, warum viele Spieler liebend gerne auf Turniere verzichten und stattdessen Cash Games spielen.

Information ist Trumpf

Poker ist ein Spiel der Geduld – und der Information. Auch schon vor dem eigentlichen Spiel. Ich empfehle Euch, vorher genau zu überprüfen und zu vergleichen, an welchem Tisch der Pot welche durchschnittliche Höhe beträgt, welcher Prozentsatz der Flops gesehen wird, usw. – diese Infos kann man mittlerweile bei fast allen Poker Seiten in der Lobby einsehen und sie sollten bei der Wahl des Tisches herangezogen werden. Und auch wenn Ihr nicht wie bei einem Turnier an einen Zeitplan gebunden seid, versucht bitte nicht, ein Cash Game „schnell zwischendurch“ zu spielen, das kann sehr leicht nach hinten losgehen. Nehmt Euch immer Zeit zum Pokern, die Qualität Eurer Entscheidungen leidet immens, wenn Ihr Euch nicht völlig auf das Spiel konzentrieren könnt.

Im nächsten Beitrag (Cash Game Strategie – Position & Hände) gehe ich ein wenig auf Position und Starthände ein und erkläre Euch, warum man KQ niemals spielen sollte, es sei denn, man sollte KQ spielen. Verwirrt? Dann habt Ihr noch allerhand zu lernen – aber keine Angst, es ist nicht schwer, ein guter Cash Game Spieler zu werden, wenn man nicht auf die grundlegenden Dinge vergißt und sich das Bankroll Management zu Herzen nimmt (man kann es gar nicht oft genug betonen). Die Hauptsache ist, daß Ihr Euch – vor allem bei Cash Games – einen genauen Finanzplan zulegt und es schafft, rechtzeitig die Bremse zu ziehen, wenn es nötig ist.

Von Spiel und Sucht

Wir freuen uns, daß Max Poker Bonus immer mehr Anklang findet und sind manchmal selber überrascht, wie sehr unser Projekt mittlerweile gewachsen ist. Von den zaghaften Anfängen Mitte dieses Jahres, dem Server-Crash im August (der uns das Adrenalin für ein ganzes Wochenende auf Maximal-Level getrieben hat), den ersten kleinen Erfolgen, der Teilnahme bei der CAP Barcelona (bei der wir einige Weichen für die Zukunft stellen konnten) bis hin zum momentanen Status Quo… wir sind stolz auf unsere Arbeit und immer wieder aufs Neue erfreut, wenn wir von unseren Besuchern Feedback erhalten. Wir freuen uns auch sehr, daß wir bereits einige erfolgreiche Spieler haben, die uns auch immer wieder von ihren kleineren und größeren Erfolgen erzählen.

Wir wollen an dieser Stelle aber auch klar stellen, daß wir unsere Aufgabe nicht lediglich im Organisieren der besten Poker Bonus Angebote für Sie sehen, sondern es uns auch ein Anliegen ist, Sie weiterhin zu betreuen und für Sie da zu sein. Wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt Anliegen haben, sind wir gerne für Sie da – ob es sich um Fragen bezüglich der Poker Seiten, Bonus Angebote, Turniere, Strategien oder ähnliches handelt, oder aber um so ernste Themen wie beispielsweise Spielsucht. Kaum ein Poker Seite oder eine Affiliate Seite (wie Max Poker Bonus) kümmert sich um dieses Thema, ja spricht es auch nur an. Dabei sollte man sich im Klaren sein, daß Spielsucht ein weit verbreitetes Problem darstellt (nicht nur bei Poker) und unseres Erachtens jeder, der in irgendeiner Weise damit in Verbindung steht, die Aufmerksamkeit seiner Kunden sehr wohl darauf lenken muß. Es ist kein angenehmes Thema und soll auch gar nicht schön geredet werden.

Um den Standpunkt von Max Poker Bonus zu verstehen, muß man erklären, daß es einerseits in unserem Interesse aus geschäftlicher Sicht ist, daß Sie ein Spieler sind, der langbringend gewinnend spielt (wir erhalten von den Poker Seiten einen Prozentsatz des durch unsere Spieler erzielten Rakes), aber vor allem aus persönlichen und ethischen Gründen ist es uns ein großes Anliegen, daß Sie sich immer bewußt machen, daß Poker – bei allem Reiz, der bei dem Spiel um Geld einfließt – ein Spiel ist, das Spaß machen soll und das zu keinem Zeitpunkt auch nur annähernd Ihre finanzielle Lage gefährden darf! Wir kennen von anderen Kollegen und Pokerspielern genug Geschichten, die wir Ihnen ersparen wollen. Aus diesem Grunde wollen wir Ihnen gerne ein paar grundlegende Dinge ins Gedächtnis rufen:

  • Spielen Sie nie auf Zwang

Wenn Sie merken, daß Ihnen das Spiel derzeit keinen Spaß macht und Sie es eher als Pflicht ansehen, dann lassen Sie ruhig einmal für ein paar Tage oder gar Wochen die Finger davon. So gut wie jeder Pokerspieler erreicht irgendwann einmal einen Punkt, bei dem es in Verpflichtung ausartet, sich einzuloggen und zu spielen. So gut wie jeder erfolgreiche Pokerspieler vermeidet es dann, zu diesem Zeitpunkt zu spielen. Man trifft schlechte Entscheidungen, weil man ungeduldig ist und einfach möglichst schnell zu Erfolg kommen will. Poker ist aber ein Spiel der Geduld.

  • Spielen Sie nie übermüdet

Oft ertappt man sich nach einigen Stunden Dauerpoker dabei, daß man unkonzentriert spielt. Wie bei jeder Tätigkeit, die man ohne Pause ausübt, schleichen sich auch hier Flüchtigkeitsfehler ein. Besonders schlimm wird es dann, wenn man zusätzlich noch übermüdet ist und spielt – die Geduld ist weg, die Konzentration ist weg und in weiterer Folge gilt das gleiche für Ihr Geld. Es gilt hier ähnliches wie beim Autofahren: Machen Sie einfach einmal Pause. Gehen Sie beispielsweise in der frischen Luft spazieren, machen Sie irgendetwas abseits des Computers, am besten eine körperliche Ertüchtigung – das hilft, um das Hirn wieder frei zu bekommen. Und wenn Sie tatsächlich übermüdet sind: Gehen Sie einfach schlafen und versuchen Ihr Glück an einem anderen Tag.

  • Nehmen Sie sich Zeit zum Pokern

Wenn Sie genau wissen, daß Sie in 45 Minuten bei einem Meeting, einer Party, einem Essen sein müssen, dann verzichten Sie darauf, „noch schnell“ Poker zu spielen. Sie sind unkonzentriert, spielen Hände, die Sie sonst nicht mit Zangen angreifen würden, und riskieren unnötig viel. Wenn Sie halbwegs gute Gegner haben ist ein Spiel unter Zeitzwang ein bombensicherer Weg, Ihren Stack zu verbraten. Nehmen Sie sich Zeit für das Spiel, dann können Sie sich in Geduld üben und zum günstigsten Zeitpunkt zuschlagen – nicht zu einem Zeitpunkt, der durch den zeitlichen Druck vorgegeben ist.

  • Vermeiden Sie Ablenkungen

Sie wollen neben dem Pokern fernsehen? Sie müssen während eines Turniers noch Ihre Mutter anrufen und Ihr zum Geburtstag gratulieren? Sie haben während des Spiels eine Pizza im Ofen? Ihre Freundin erzählt Ihnen vom letzten Einkauf? Zugegeben, das sind teilweise typische Klischees, aber manchmal treffen einige davon zu. Und wenn das der Fall ist, freuen sich Ihre Gegner am virtuellen Pokertisch. Denn dann spielen Sie abgelenkt, egal wie sehr Sie sich einreden, daß Sie das ausblenden und mehrere Dinge gleichzeitig machen können. Auch die erfolgreichsten Pokerprofis versuchen, alle Ablenkungen zu vermeiden und sich nur auf Ihr Spiel und das der Gegner an ihrem Tisch zu konzentrieren.

  • Spielen Sie in Ihrem finanziellen Rahmen

Das ist wohl die wichtigste Grundregel bei allen Spielen um Geld! Ob Sie nun Poker oder Casino spielen, Sportwetten abschließen,… Denken Sie immer an die Grundregel: Welchen Betrag kann ich verlieren, ohne daß es mir finanziell weh tut? Und versuchen Sie stets unterhalb dieses Betrages zu bleiben! Ihre Bankroll beim Poker sollte beispielsweise ein Betrag sein, den Sie auch einmal ohne weiteres zur Gänze verlieren könnten, ohne finanzielle Probleme zu bekommen. Wenn Sie sich an das Bankroll Management halten, sollte dies freilich nie eintreten, weil sich Ihre Wahl der Spiele nach der Höhe Ihrer Bankroll richten sollte. Es gibt einen schönen Spruch im Englischen Sprachraum: „You can’t win with scared money.“ Frei übersetzt: „Du kannst nicht gewinnen, wenn Dein Geld Angst hat.“ Was bedeutet das? Nun, das heißt, wenn Sie sich fürchten, Ihr Geld zu verlieren, werden Sie ein sehr eindimensionales Spiel aufziehen. Sie werden kaum bluffen, werden bei Bluffs anderer Spieler fast immer aussteigen, werden so gut wie nie einen Pot stehlen (weil Sie es nie versuchen werden),… kurz gesagt, Sie können Ihr Geld nicht für sich arbeiten lassen. Spieler, die ängstlich spielen, sind sehr leicht berechenbar und werden von halbwegs guten Spielern sehr schnell durchschaut – und dann ist das Geld sehr schnell weg.

Der wichtigste Aspekt ist und bleibt der monetäre: Poker soll Spaß machen und immer ein Spiel bleiben. Wenn es manche Menschen schaffen, damit Ihren Lebensunterhalt zu verdienen, großartig. Wenn es andere schaffen, sich damit ein zusätzliches kleines Einkommen zu erspielen, ist das ein toller Bonus. Wenn es andere schaffen, alles in allem nicht zu gewinnen oder zu verlieren, dann ist es ein herrlicher Zeitvertreib mit einem kleinen Nervenkitzel. Aber man sollte sich gegenüber ehrlich genug sein, um auch zu erkennen, wenn man auf Dauer gesehen ständig verliert. Und wenn man das einsieht, kann man versuchen, sich mit diversen Büchern, Tipps und Strategien zu verbessern, man kann auch einfach um minimale Beträge spielen, die einem finanziell in keinster Weise weh tun oder aber man zieht die Konsequenz und hört gänzlich mit dem Pokerspiel um Geld auf. So gerne wir hätten, daß all unsere Spieler erfolgreich sind, die Wahrheit ist, daß es immer Spieler geben muß, die verlieren – sonst kann es keine Gewinner geben. Aber wenn Sie feststellen, daß Sie ein verlierender Spieler sind, dann müssen Sie auch in der Lage sein, dieses Verhalten auf die eine oder andere Weise zu stoppen.

Wenn Sie Hilfe irgendeiner Art benötigen oder wenn Sie glauben, eine Spielsucht zu entwickeln (egal ob bei Poker, Casino,…), dann zögern Sie bitte nicht, Kontakt mit uns aufzunehmen! Sie können auch direkt mit den Poker Seiten Kontakt aufnehmen. Jeder von uns angebotene Poker Seite bietet Ihnen beispielsweise die Möglichkeit, sich selber sperren zu lassen. Wir möchten, daß Sie Poker genießen und als Spiel ansehen können und sich nicht in einer Spirale wiederfinden, in der Sie immer mehr Geld verlieren.

Gewinnerlisten-Rennen bei Bet365

Bet365 bietet Ihnen beim Gewinnerlisten-Rennen 2008 die Chance, sich durch das Spielen von Cash Games für das Große Gewinnerlisten Finale zu qualifizieren, bei dem Sie um ein Preisgeld von insgesamt $130.000 spielen. Darin enthalten sind beispielsweise für den Sieger des Turniers gleich 6 European Poker Tour Packages im Wert von jeweils $12.000 (also insgesamt $72.000). Die Plätze 4-10 erhalten Bargeld – aber auch die ersten 3 Spieler können sich entscheiden, ihre Gewinne (insgesamt 10 EPT Packages) in Bargeld umzuwandeln (sie werden mit 75% des jeweiligen Package-Preises entgolten – der Sieger bekäme also für sein Package im Gesamtwert von $72.000 genau $54.000 in bar, wenn er nicht bei den EPT Turnieren teilnehmen möchte).

Wie können Sie sich nun für dieses Große Finale qualifizieren? Sie spielen nicht etwa in Satellites um Ihre Teilnahme – nein, Sie spielen einfach wie gewohnt Ihre regulären Cash Games bei Bet365 und werden einfach zusätzlich für Ihre Rakes belohnt. Woche für Woche werden die 40 Spieler, die so durch ihre Raked Hands die meisten Gewinnerlisten-Punkte generieren, mit Bargeldpreisen entlohnt. Die besten 5 Spieler werden zusätzlich mit einem Startplatz für das bereits angesprochene Große Finale belohnt. Wenn einer dieser 5 Spieler bereits qualifiziert ist, erhält er weitere 3.000 Chips für das Finalturnier, bis zu einem Maximum von 9.000 Chips! Es zahlt sich also aus, auch nach einer bereits erfolgten Qualifikation noch aktiv zu bleiben.

Das Große Finale findet am 19. Jänner 2009 statt, die Qualifikation läuft noch bis inklusive 28. Dezember 2008. Und damit Sie auch noch dann eine Chance auf eine Teilnahme am Finale haben, wenn Sie nicht jeden Tag in der Woche spielen können, gibt es auch noch für die besten 100 Spieler jeder Woche ein Turnier, bei dem als Hauptpreis ein Platz im Finale winkt.

Dieses Gewinnerlisten-Rennen von Bet365 ist eine exzellente Idee, Cash Game Spieler für ihre Aktivität zu belohnen – wir raten Ihnen aber, nicht lediglich aufgrund dessen plötzlich jede Menge Cash Games zu spielen und das vielleicht bei zu hohen Limits. Spielen Sie immer entsprechend Ihrer Bankroll und vermeiden Sie Tilts oder zu lange Pokersitzungen, bei denen Ihre Konzentration nachläßt. Wenn Sie sich mit Ihrer regulären Spielweise in einer guten Position in der wöchentlichen Liste finden, können Sie Ihre Spielfrequenz ja ein wenig erhöhen. Aber es wäre grundlegend falsch, sein gesamtes Konzept für diese – zugegebenermaßen sehr verlockende – Promotion über den Haufen zu werfen.