Poker Blog

Die 10 Gebote für Pokerneulinge – Teil II

Letztens habe ich Euch die ersten 5 der 10 Gebote geschrieben, heute folgen die restlichen. Legen wir einfach gleich los.

6. Wenige Hände spielen

Häh? Deja vu? Hatten wir das nicht schon einmal bei den ersten 5 Geboten? Ja, hatten wir. Aber dieser Punkt kann gar nicht genug betont werden, deshalb sei er in den 10 Geboten gleich zweimal vertreten. Es ist nicht so, als ob ich sonst nicht auf 10 Punkte gekommen wäre, keine Angst. Ich hätte noch viele weitere Punkte, aber zu den wichtigsten zehn gehört dieses Gebot gleich zweimal! Also nochmals: Wenige Hände spielen!

7. Gegner beobachten lernen

Natürlich, bei Live Spielen mit weiblicher Beteiligung wird es den Herren der Schöpfung leicht fallen, den Gegner genauestens zu beobachten. Das ist hiermit aber nicht gemeint. Ihr sollt stattdessen das Spiel des Gegners beobachten und zu lesen lernen. Man kann bei den meisten Spielern innerhalb relativ kurzer Zeit gewisse Verhaltensmuster und Spielweisen ausmachen. Es ist beispielsweise ein immenser Unterschied, ob ein tighter Spieler oder ein Maniac ein Re-Raise macht. Außerdem können vor allem neue Spieler, denen langweilig ist, wenn sie nur wenige Hände spielen, sich nach dem Folden gezielt auf das Beobachten der Gegner konzentrieren. Versucht doch einfach einmal, vorherzusagen, was ein Gegner machen wird. Check? Bet? Call? Fold? Raise? Gar ein Re-Raise? All-In? Was für Karten zeigt er dann beim Showdown? Habt Ihr recht gehabt und er hat nur einen Bluff versucht? Wie hat er auf den Raise des anderen Spielers reagiert? Diese Beobachtungen sind für einen Pokerspieler von unglaublicher Wichtigkeit und Ihr solltet versuchen, das so bald als möglich zu lernen. Dann könnt Ihr aufgrund des Verhaltens eines Spielers sehr oft seine Hand korrekt einschätzen und dementsprechend reagieren.

8. Board Cards lesen

Ebenso wichtig ist es, daß Ihr die Board Cards richtig lesen könnt und seht, ob nicht vielleicht plötzlich am Turn oder River Euer bisher so toller Drilling fast wertlos wird, weil nun 4 Karten derselben Farbe da liegen oder aber nur mehr eine Pocket Card eines Gegenspielers auf eine Straight nötig wäre. Gerade für Anfänger birgt das oft große Gefahren, da man sich so sehr auf seine Hand konzentriert, daß man nicht selten die möglichen Hände der Gegner völlig vergißt.

9. Folden lernen

Ein wichtiger Aspekt beim Pokern ist das rechtzeitige Folden. Vor allem neue Spieler haben damit oft ein großes Problem, wenn sie bereits Chips im Pot liegen haben. Dabei ist zumeist die Hoffnung Vater allen Übels. Wenn Du eine Hand hast, von der Du nicht überzeugt bist, daß sie gewinnt, dann solltest Du die Verluste so gering wie möglich halten und die Karten weglegen. Es ist besser, $2 kampflos aufzugeben, als noch weitere $4 zu setzen, wenn die Lage bereits aussichtslos ist. Viele Spieler lassen sich durch Value Bets immer weiter in den Pot locken und mit jedem weiteren Einsatz wird ein Aussteigen schwerer. Deshalb lieber zähneknirschend einmal zu oft folden als einmal zu wenig.

10. Nie on tilt spielen

Was ist „on tilt“? Nun, wenn die Emotionen das Spiel regieren, spricht man davon, daß jemand on tilt ist. Mann sollte tunlichst vermeiden, sich beispielsweise durch einen Bad Beat dazu verleiten zu lassen, daß man in der nächsten Hand versucht, alles wieder auf einmal hereinzuholen. Bad Beats passieren, aber wenn man deshalb nicht mehr rational spielt, verliert man in Folge noch viel mehr. Oft empfiehlt es sich, die nächsten Hände noch vorsichtiger als sonst zu spielen, bis man den Bad Beat von zuvor wieder ganz verdaut hat. Und wenn Dich ein Spieler durch provokatives Verhalten aus der Reserve locken will, hast Du bei online Poker eine tolle Funktion: Mute Chat. Sehr empfehlenswert.

Allgemeines

Allgemein gilt, daß Ihr nie spielen solltet, wenn Ihr müde, gereizt oder abgelenkt seid. Pokern ist ein Spiel, das ungemein viel Konzentration verlangt. Wer nun also nicht voll bei der Sache ist, gibt den Gegnern schon einen großen Vorsprung. Auch ein sehr wichtiger Punkt ist, daß man das Bankroll Management immer und überall im Kopf behält! Und ein gut gemeinter Rat: Übt Euch im Short Stack Spiel in Low Limits, wenn Ihr Cash Games spielt. Bei Short Stack müßt Ihr ganz extrem darauf achten, wirklich nur gute Hände zu spielen und der Vorteil ist, selbst wenn Ihr Pech habt oder schlecht drauf seid, verliert Ihr nur relativ wenig Geld im Vergleich zu Eurer Bankroll.

Generell ist es eine gute Idee, sich diverse Bücher über Poker zu besorgen (und auch zu lesen), guten Spielern über die Schulter zu schauen und viel zu üben, um eine gewisse Routine zu bekommen. Wenn Ihr schon ein wenig Erfahrung gesammelt habt, versucht durchaus einmal Eure normale Spielweise der Situation am Tisch anzupassen. Dies kann durch die Größe Eures Stacks bestimmt sein, durch die Anzahl der Spieler am Tisch, die Art der Spieler, Eure Position, die Blind Levels,…

Ich wünsche Euch viel Geduld und gute Karten!

Die 10 Gebote für Pokerneulinge – Teil I

Ich habe mir die Freiheit herausgenommen, eine kleine Liste von 10 Geboten für neue Spieler aufzustellen, weil ich selber beim Pokern so ziemlich alle Fehler selber schon gemacht habe – und auch wenn ich überzeugt bin, daß ein neuer Spieler eben diese Fehler machen wird, selbst wenn er vorher davon gewarnt wurde, glaube ich doch auch, daß er sie auch schnell wieder abstellen wird, wenn er darauf aufmerksam gemacht wird.

Spieler mit ein wenig Erfahrung merken an einem Pokertisch innerhalb kürzester Zeit, wer noch neu im Geschäft ist und werden im Normalfall versuchen, diese Spieler unter Druck zu setzen und vor schwere Entscheidungen zu stellen, um sie in Folge um ihre Chips zu erleichtern. Wenn Ihr Euch die Gebote anschaut und dann an einem Tisch einmal darauf aufpaßt, werdet Ihr auch schnell sagen können, wer an Eurem Tisch ein Neuling ist. Aber fangen wir einfach einmal an:

1. Wenige Hände spielen

Man kann es neuen Spielern gar nicht oft genug sagen: Profis folden weit mehr Hände vor dem Flop als sie spielen. Pokern ist ein Spiel der Taktik, Mathematik und – Geduld. Es geht darum, seinen Stack zu schützen und nicht mit ständigen Calls Chips am Tisch liegen zu lassen. Wenn Ihr vor dem Flop schlechte Karten habt, ist die Wahrscheinlichkeit, nach dem Flop plötzlich gute Karten zu haben sehr gering. Ich persönlich vermeide es, eine Hand zu spielen, die nicht entweder ein Pocket Pair mit 2 Face Cards ist oder aber eine Face Card und eine As. Und selbst da kommt es auf meine Position und die bisherigen Aktionen der anderen Spieler an.

2. Position erkennen

Wie Euch Max schon in seinem letzten Blogeintrag Sit & Go – Positionen und frühe Starthände informiert hat, ist die Position, die man am Tisch in Bezug auf den Button inne hat, beim Pokern enorm wichtig. Je nach Position wird ein guter Spieler ein und dieselbe Hand völlig unterschiedlich spielen. Generell gilt, daß eine Late Position einen unglaublichen Vorteil bringt, den man sich – wenn möglich – zunutze machen sollte.

3. Nicht zu viel bluffen

Es tut mir in der Seele weh, wenn neue Spieler glauben, daß ein All-In automatisch heißt, daß alle anderen die Karten weglegen. Nicht nur einmal habe ich so mit KK oder AA einen Call nach einem All-In gemacht, nur um jemanden zu sehen, der 27, 3J oder ähnlichen „Schrott“ in seinen Händen hielt. Ganz klar, die letzten beiden Runden haben alle anderen nach seinem All-In die Karten weggelegt, aber wenn einmal jemand eine gute Hand hat, ist plötzlich der ganze Stack weg. Bluffen will gelernt sein und es kommt auf so viele Nuancen an, daß man als neuer Spieler sicherheitshalber erst einmal die Finger davon lassen sollte. Und nur ganz nebenbei: Bluffs bestehen nicht nur aus All-Ins…

4. Selten callen

Warum sollt Ihr nur selten callen? Nun, Chris Ferguson, ein nicht ganz Unbekannter also, meinte einmal sinngemäß „Warum callen? Wenn Deine Hand gut genug ist, um zu raisen, mach einen Raise und übe Druck aus. Wenn sie nicht gut genug für einen Raise ist, dann leg sie weg – jemand anderer hat wahrscheinlich eine bessere Hand. Und wenn Du nur einen Call machst, erlaubst Du jemand anderem, die Initiative zu ergreifen und Dich danach zu einer Entscheidung zu zwingen. Mit Bet oder Raise zwingst Du hingegen Deine Gegenspieler zu einer Entscheidung.“

5. Low Limits

Egal wie verlockend es sein mag, um höhere Beträge zu spielen, wenn man einmal einen netten Run in den unteren Limits genossen hat – tut es nicht! Es gehört schon viel Erfahrung und Können dazu, wenn man auf höhere Limits umsteigen will. In den Low Limits gibt es immer Pokerneulinge, Fische und leichtsinnige Spieler – umso höher die Limits, desto stärker jedoch auch im Normalfall die Konkurrenz. Und so schnell könnt Ihr dann gar nicht schauen, wie Eure Bankroll die Schwindsucht bekommt!

So, Anfang der Woche folgt dann der Rest – in der Zwischenzeit beherzigt schon mal die ersten 5 Gebote!

Happy Birthday Doyle Brunson!

Letztes mal habe ich über den Spieler geschrieben, der mein Lieblingsspieler und ein sehr ruhiger, analytischer Mensch ist – Chris Ferguson. Nun, Doyle Brunson steht ihm in Ruhe und Analytik wohl um nichts nach und ist für mich auch einer derjenigen Menschen, die ich auch abseits des Pokerspiels gerne einmal für eine nette Unterhaltung treffen würde. Ich traue mich kaum, ihn einen alten Mann zu nennen, das klingt schon fast respektlos – Tatsache ist aber, daß er stets einer der ältesten Spieler bei den WSOP ist. Aber auch einer der erfolgreichsten.

Der Pokerprofi und Autor zahlreicher Pokerbücher, die zur absoluten Pflichtlektüre für ernsthafte Spieler gehören, ist heute 75 Jahre alt geworden! Geboren wurde er folgerichtig (für die kühnen Rechner unter Ihnen) am 10. August 1933 und zwar in Longworth, Texas. Er spielt nun schon seit mehr als einem halben Jahrhundert professionell Poker. Er war der erste Spieler, der das Main Event der WSOP in aufeinanderfolgenden Jahren gewinnen konnte, der erste, der die $1 Milionen Grenze an Einnahmen durch Poker spielen überschritten hat, einer von lediglich 4 Spielern, die das Main Event der WSOP mehr als einmal gewinnen konnten, liegt mit Johnny Chan gemeinsam an zweiter Stelle, was die insgesamt gewonnenen WSOP Armbänder angeht (10 Stück) und der erste von insgesamt fünf Spielern, denen es bisher gelungen ist, sowohl ein WSOP Main Event als auch den World Poker Tour Titel zu gewinnen. Wen wundert es also, daß er eine fixe Größe in der Pokerwelt und selbstredend in der Poker Hall of Fame ist, und das bereits seit 1988 – und nach wie vor kein Ende in Sicht!

Eigentlich war Doyle Brunson seit seiner Kindheit, die er in dem gerade mal 100 Einwohner zählenden Ort Longsworth verbrachte, ein sehr sportlicher Mensch und sowohl im Basketball als auch im Langstreckenlauf sehr erfolgreich und ein vielverspechendes Talent. Durch einen Arbeitsunfall mußte er 2 Jahre lang einen Gips am Bein tragen und seine Sportkarriere war beendet. Er konzentrierte sich danach ausschließlich auf Studium und Poker und fand heraus, daß ihm das Pokern sehr leicht fiel. Nach seinem Studienabschluß stellte er fest, daß er bei Poker in wenigen Stunden ein Vielfaches seines Monatslohnes verdienen kann und entschied sich dazu, Profispieler zu werden.

Erst verdiente er sein Geld in illegalen Spielen in Fort Worth (Texas), später reiste er dafür auch in benachbarte Bundesstaaten. Da Poker zu dieser Zeit generell nicht legal war, konnte es durchaus manchmal etwas brenzlig werden und Doyle Brunson sah nicht nur einmal das falsche Ende eines Revolvers, wurde überfallen, zusammengeschlagen oder ausgeraubt. Nach vielen turbulenten Jahren endete er dann schließlich in Las Vegas. Mittlerweile ist er nicht nur für seine Erfolge beim Pokern berühmt sondern auch für seine Bücher, vor allem den Klassiker „Super System“ (wie auch Max in seinem Blogeintrag Sit & Go – Position und frühe Starthände erwähnt hat), das von vielen als Pokerbibel angesehen wird. Auch wenn er behauptet, daß er durch das Buch viel Geld verloren hat, weil viele Pokerspieler nun besser spielen, hat er es doch bisher mehr als beachtliche $5.300.000 bei Live Turnieren gewonnen.

Sein Spitzname „Texas Dolly“ entstammt übrigens einem Irrtum von Jimmy Snyder, einem amerikanischen Sport Kommentator, der ihn eigentlich als „Texas Doyle“ ankündigen sollte, aber den Namen falsch gelesen hat. Seitdem heißt Mr. Brunson bei vielen seiner Profikollegen einfach nur noch Dolly. Sein Sohn Todd spielt ebenfalls professionell Poker und schaffte es, im Jahr 2005 beim Omaha Hi/Lo ein WSOP Armband zu gewinnen, was Doyle und Todd zum ersten Vater-Sohn Gespann macht, daß bei den WSOP Armbänder gewinnen konnte.

Wer also von Pokerlegenden redet, wird den Namen Doyle „Texas Dolly“ Brunson gezwungenermaßen in den Mund nehmen müssen. Er ist wohl einer derjenigen Spieler, die in den vergangenen Jahrzehnten den größten Einfluß auf Poker hatten, sei es nun als Spieler oder als Autor. Und eines ist immer wieder schön zu sehen: Wenn er am Tisch sitzt, halten viele der sonstigen Plappermäuler aus Respekt und Ehrfurcht den Mund. Respekt vor dem Alter? Wohl eher Respekt vor Qualität!

Sit & Go – Position und frühe Starthände

Heute spielen wir ein fiktives Sit & Go, in dem ich Sie durch die Anfangsphase geleiten möchte und Ihnen einige allgemein wichtige Grundlagen näher bringen möchte.

Das SNG startet. Jeder Spieler hat einen Startstack von 1.500 Chips, die Blinds werden alle 10 Minuten erhöht und das erste Blindlevel ist 10/20. In diesem und den folgenden zwei Blindlevels wird sich unser Hauptaugenmerk auf das Spiel der Gegner richten. Wer spielt kaum eine oder überhaupt keine Hand? Wer spielt nur aus später Position? Wer raised oft? Wer raised kaum? Wer called ständig? Wer ist ein Maniac (wilder Spieler – spielt viele, viele Hände und raised bzw. blufft übermäßig oft)? Falls wir einen Showdown zu sehen bekommen – Wer hat welche Hand wie gespielt? Das ist schon jede Menge Information, die es sich zu merken gilt und falls Sie zu Beginn Ihrer „Pokerkarriere“ damit noch überfordert sind, versuchen Sie zumindest die Spieler herauszufiltern, die augenscheinlich sehr risikobereit spielen!

Wir werden TAG (wie in meinem vorigen Blogeintrag Sit & Go – Vorbereitung beschrieben) spielen. Dazu ist es zuerst einmal wichtig zu wissen, auf welcher Position wir uns befinden. Position bedeutet, wo sitzen wir im Bezug auf den Dealerbutton (BU). Man unterteilt (10 Spieler am Tisch) in:

  1. Small Blind (SB)
  2. Big Blind (BB)
  3. Under The Gun (UTG)
  4. Under The Gun +1 (UTG+1)
  5. Under The Gun +2 (UTG+2)
  6. Middle Position 1 (MP1)
  7. Middle Position 2 (MP2)
  8. Middle Position 3 (MP3)
  9. Cut Off (CO)
  10. Button (BU)

Die ersten 2 Spieler links vom Dealer (SB, BB) bezeichnet man zusammengefasst auch als Blinds. Die nächsten 3 Spieler (UTG, UTG+1, UTG+2) werden als frühe Position (Early Position) bezeichnet. Darauf folgen die Spieler (MP1, MP2, MP3) in mittlerer Position (Middle Position), während die letzen beiden Spieler (CO, BU) auf später Position (Late Position) sitzen.

Warum ist die Position so interessant? Nun, je mehr Gegner hinter einem noch an die Reihe kommen, desto größer ist die Chance, dass einer von ihnen starke Karten hält, von denen wir noch nichts wissen. Des Weiteren bestimmt die Position auch in den folgenden Setzrunden, wer wann das „Sprachrecht“ erhält. Der Button ist also immer die günstigste Position, weil er mit Ausnahme der ersten Setzrunde (Preflop) immer als letzter Spieler seine Entscheidung treffen kann. Sitzt ein Spieler weiter rechts vom Button als man selbst, so spricht man auch davon auf diesen Spieler Position zu haben. Ein immenser Vorteil, weil man jedesmal, wenn man agieren muss bereits weiß, welche Aktion dieser Spieler getätigt hat. Doyle „Texas Dolly“ Brunson (die Ikone des Pokers überhaupt) schrieb in seinem Buch „Super System“: „Bei No Limit Hold’Em ist Position… nun, die Hauptsache. Es ist schlichtweg alles. Wenn ich die ganze Nacht durch Position hätte, könnte ich das Spiel jedesmal gewinnen… und ich müßte dabei kein einziges mal meine Karten anschauen.“ Wir werden uns jedoch unsere Karten anschauen und in dieser Frühphase des SNG nur folgende Starthände spielen:

Position frühe Starthände No Limit Texas Hold’Em
Erhöhungen vor Ihnen
Holecards Position keine eine zwei oder mehr
AA,KK 1-10 Raise Reraise All-In
QQ 1-10 Raise Reraise Fold
AK 1-10 Raise Call Fold
JJ,TT 3-5 Call Fold Fold
JJ,TT 1,2,6-10 Raise Fold Fold
99-22 1-10 Call Fold Fold
AQ,AJ,KQ 3-7 Fold Fold Fold
AQ,AJ,KQ 1,2,8-10 Raise Fold Fold

Alle anderen Starthände werden in den ersten drei Blindlevels bedingungslos gefoldet! So konservativ oder gar feige das auch erscheinen mag, bitte halten Sie sich zu Beginn ihrer SNG-Laufbahn strikt an diese Tabelle. Ich zitiere mich selbst:“Da wir SNG langfristig gewinnbringend spielen wollen, muss es unser Primärziel sein, so oft als möglich unter den letzten 3 verbleibenden Spielern am Tisch zu sein.“ Wir haben nichts erreicht, wenn wir uns bei 8 verbleibenden Spielern mit AQ in einer All-In Situation wiederfinden, der Gegner AK zeigt und uns vom Tisch nimmt. In einem Turnier will man überleben! Lassen Sie sich also auch nicht davon verunsichern, dass der ein oder andere am Tisch seinen Stack bereits verdoppelt hat. Was wir mit den sorgfältig ausgewählten Starthänden am Flop sehen wollen, damit beschäftigen wir uns beim nächsten Blog Sit & Go – Flop, Hop und Drop.

Bis dahin viel Glück und ein gutes Blatt!

Crash Boom Bang!

Kaum haben wir uns über den kleinen 2-monatigen Geburtstag unseres Projektes gefreut, passierte auch gleich etwas Unerfreuliches, ein Servercrash! Abgesehen von der Zeit, in der Max Poker Bonus dadurch offline war (gegen Ende des 31. Juli bis in den 2. August hinein), gingen leider auch viele Daten verloren, da auch das Backup unseres Hosts das Zeitliche gesegnet hatte.

Wir haben umgehend unser Notprogramm angeworfen und innerhalb kürzester Zeit sämtliche Daten wieder händisch nachgetragen, hochgeladen und den Letztstand wieder hergestellt. Ein paar Kommentare unserer Besucher sind leider vermutlich unwiderruflich verloren gegangen – wir versuchen aber auch da noch auf verschiedenste Wege an die Infos zu kommen, ein paar Tricks haben wir noch auf Lager. Wir haben mittlerweile auch alle Reviews und Bonus Seiten überprüft und wieder die neuesten Informationen online gestellt. Dies war nötig, da die Daten der Wiederherstellung teilweise nicht am neuesten Stand waren, weil wir laufend unsere Seite und die enthaltenen Infos updaten. Im Laufe dieser mühsamen händischen Überprüfung mußten wir auch – nicht ohne Stolz – feststellen, daß unser Projekt bereits beachtliche Ausmaße angenommen und diese Arbeit viel Zeit in Anspruch genommen hat.

Mittlerweile wurden wir mit einem neuen Server ausgestattet und alles läuft wieder seinen normalen Gang. Wir wollen uns aber bei Ihnen nichtsdestotrotz für die Downzeit und eventuell entstandenen Unannehmlichkeiten entschuldigen, auch wenn es nicht an uns gelegen ist und wir keinen Einfluß darauf hatten und uns auch gleichzeitig für Ihr Verständnis und Ihre Treue bedanken.

Unser Baby ist 2 Monate alt!

Nun ist Max Poker Bonus knapp 2 Monate alt und nach viel Gestrampel und Geschrei und zahlreichen schlaflosen Nächten beginnt sich langsam eine gewisse Routine einzuspielen. Unser Baby hat in der kurzen Zeit bereits viel gelernt (Bonus Rechner, Turnier Liste, Wahrscheinlichkeitsrechner, …) und ist ordentlich gewachsen, diverse Onkel und Tanten haben dabei geholfen (allen voran Onkel Max mit seinen bisherigen Blogbeiträgen) und unterstützen den kleinen Racker nach wie vor. Dafür erst einmal ein großer Dank an die betreffenden Leute. Aber auch unseren Geschäftspartnern und den Poker Seiten gebührt Dank, da wir ein sehr professionelles Umfeld haben und die Leute ihr Geschäft wirklich gut verstehen; wie wir bei diversen anderen Gelegenheiten gemerkt haben, ist dies keine Selbstverständlichkeit.

Nicht zuletzt wollen wir uns natürlich auch bei den vielen Freunden und Besuchern von unserem Kleinen in dessen Namen bedanken, es war für uns überraschend und schön anzusehen, wie viele Leute ihren Weg hierher gefunden haben und Max Poker Bonus auch immer wieder aufs Neue einen Besuch abstatten. Wir sind in diversen Suchmaschinen in kürzester Zeit bei zahlreichen Suchbegriffen auf die erste Seite gerutscht und haben mittlerweile bereits einen Pagerank, was zwar schlußendlich für uns irrelevant ist aber dennoch ein schönes Gefühl nach so kurzer Zeit.

Wir haben in diesen 2 Monaten viel auf die Beine gestellt, aber wer uns kennt, weiß auch, daß das kein Grund zum Ausruhen ist. Im Gegenteil. Wir planen bereits weitere Inhalte, Innovationen, Verbesserungen und Ergänzungen, und sind schon selber sehr aufgeregt über die Resultate, die Sie in den nächsten Monaten noch bestaunen können. Vieles ergibt sich einfach im Laufe der Arbeit – derzeit arbeite ich beispielsweise mit unserem Lieblingsonkel Max an einem Glossar, weil wir festgestellt haben, daß es für seine Ausführungen und Anleitungen für neue Spieler eine absolute Notwendigkeit ist, damit er sich nicht bei den Pokertipps in seinen Blogeinträgen in Erklärungen verliert. Viele Spieler kennen die Fachausdrücke, aber gerade bei Pokeranfängern wissen wir, daß es zumindest den ein oder anderen Ausdruck gibt, der neu ist und die Stirn in tiefe Furchen legt. Ich spreche da aus leidvoller Erfahrung zu meinen Anfängen… Und da wir möchten, daß alles Hand und Fuß hat, muß eben jetzt ein Glossar aus dem Boden gestampft werden.

Es sind Kleinigkeiten wie diese, die nicht ein solches Aufsehen erregen wie beispielsweise unsere beiden Rechner (für die wir schon viel Lob und Feedback bekommen haben), die wir nun auch implementieren wollen, damit das Angebot und das Service, das wir Ihnen bieten möchten, auch tatsächlich optimal ausgenutzt werden kann. Es ist uns ein Anliegen, daß Sie am Poker Spaß entwickeln und Geld gewinnen oder wenigstens nicht verlieren. Irgendwann in der Zukunft möchten wir auch ein Pokerteam bestehend aus Spielern, die sich über Max Poker Bonus bei diversen Räumen angemeldet haben, bilden und dieses zu diversen Turnieren schicken. Solche und noch ganz andere Pläne haben wir und so hochgegriffen sie jetzt noch scheinen mögen – wir wissen, daß wir diese Ziele erreichen können und werden. Es ist nur eine Frage der Zeit, keine Frage des Einsatzes und des Willens.

Jetzt ist es wieder Zeit für das Fläschchen für unser Kleines, wir wollen ja, daß es weiterhin brav wächst und groß und stark wird. Im Klartext heißt das für Giorgio und mich: Zurück an die Arbeit, die Kaffeepause ist vorbei. Es gibt noch viel zu tun, unsere Listen sind sehr, sehr lange und werden mit jedem Einfall noch länger. Und leider haben wir vor allem nach unserem Kaffee sehr viele Einfälle…

Chris Ferguson

Ich will heute über einen meiner absoluten Lieblingsspieler reden. Warum hat er bei mir diesen Status? Nun, abgesehen von einer geradezu sagenhaften Karriere gefällt mir seine Persönlichkeit, die er am Tisch zu Tage trägt. Ich halte nicht viel von Leuten, die meinen, sie müßten in die Psyche ihrer Gegner eindringen, indem sie viel, laut oder teilweise einfach nur Blödsinn reden (wobei ein Daniel Negrenau bei seinen Plapperanfällen größtenteils auch genug Stil und Humor an den Tag legt – aber ein Tony G ist für mich beispielsweise nach den Szenen, die ich von ihm bisher schon gesehen habe, ein rotes Tuch). Ein Chris Ferguson schafft es, ohne dummes Gerede alleine durch seine Präsenz am Tisch und seine analytischen Fähigkeiten ein Spiel zu dominieren. Ich habe auch großen Respekt für seinen Ansatz zu Poker – für ihn steht nach seinen Aussagen das Geld nicht im Vordergrund, es geht um Prestige, die Ehre und das Gefühl, etwas erreicht zu haben, wenn man als letzter vom Finaltisch aufsteht.

Das ist auch der Grund, warum er viel lieber bei Turnieren als bei Cash Games spielt. Er hat diesbezüglich auch einmal gemeint: „Ich nehme Leuten nicht gerne Geld ab, wenn ich herausgefunden habe, wie sie spielen. Das ist nicht mein Stil. Aber wenn sie das Geld für ein Turnier bezahlt haben, ist das Geld ohnehin weg. Und ich versuche, das Turnier zu gewinnen. Es gibt beim Turnier nur ein Ziel. Und das ist meiner Meinung nach wichtiger als nur das Geld.“

Natürlich läßt es sich leicht reden, wenn man den Erfolg einmal kurz Revue passieren läßt: 5 WSOP Armbänder und 2 WSOP Circuit Ringe – und insgesamt bisher über $7.000.000 an Preisgeldern eingestrichen. Das klingt unglaublich viel – ist es auch. Vor allem für einen Menschen, der noch im Jahre 2000 bei einem Interview bekannt gegeben hat, daß Poker für ihn eine Nebensache ist und er später eigentlich in Analytik und Börsengeschäfte involviert sein will.

Chris Ferguson wurde am 11. April 1963 geboren und ist in Los Angeles aufgewachsen. Seine Eltern haben Doktorentitel in Physik und Mathematik, Chris selber hat sein Studium für Computerwissenschaften und Analytik erfolgreich abgeschlossen – und diese Grundlagen kommen ihm beim Pokern sehr zugute. Er hat das Spiel selber geradezu akribisch untersucht und das photographische Gedächtnis, das man ihm nachsagt, hat ihm dabei sicher auch geholfen. Nur ein Blinder könnte Chris Ferguson am Tisch nicht erkennen, sein Pokeroutfit umfaßt einen Cowboyhut und eine Sonnenbrille, dazu kommen noch seine charismatischen langen Haare und der Bart… er ist definitiv ein Unikum. Auch in der Hinsicht, daß er beispielsweise – erfolgreich – innerhalb von 16 Monaten aus einer Bankroll von $0 (nichts, null, zero, nada, niente, rien) eine Bankroll von $10.000 aufgebaut hat. Für ihn war das einfach ein interessantes Experiment…

Abseits der Pokertische trägt seinen Hut übrigens nicht, es ist einfach seine Art, sich einzustimmen und auf das Pokerspiel zu konzentrieren. Seinen Spitznamen „Jesus“, den er selber zwar nie verwendet, der ihn aber auch nicht stört, hat er wohl seinen langen Haaren und dem ruhigen, ja schon zurückhaltenden Benehmen zu verdanken. Laut eigenen Angaben ist es ihm lieber, wenn jemand auf ihn zukommt und sich vorstellt, weil er normalerweise nie andere Leute anspricht. Also wenn Sie einmal bei den von ihm bevorzugten WSOP Turnieren einen langzottigen Cowboy sehen, scheuen Sie sich nicht, ihn anzusprechen. Wenn man seine Erfolge beim Pokern aufzählt und unter anderem über den Poker Weltmeistertitel stolpert, sollte man aber auch nicht außer Acht lassen, daß er beispielsweise auch so ganz nebenbei Champion im Swing Ballroom Dancing ist.

Chris Ferguson ist ein Mann mit vielen Interessen neben Poker. Nicht zuletzt deshalb bin ich von ihm so beeindruckt. Für mich hat Chris Ferguson beinahe keine Schwächen oder Fehler, die man ihm ankreiden kann. Man muß schon genau suchen, um bei ihm etwas kritisieren zu können. Ein Mensch, der trotz aller Pokererfolge und des vielen Geldes, das dabei involviert ist, fest im Leben steht und als Lieblingsfilm „Monty Python’s Holy Grail“ („Monty Pythons – Die Ritter der Kokosnuß“) angibt, kann eigentlich nur an einer Stelle enttäuschen: die richtige Antwort wäre „Monty Python’s Life of Brian“ („Das Leben des Brian“) gewesen. Knapp daneben, Mr. Ferguson. Aber niemand ist vollkommen.

Pokern wie die Musketiere! TeamPlay auf PokerRoom

PokerRoom hat einen neuen Ansatz für Spieler, die gerne gemeinsam spielen. Hier müssen Sie nicht gegen Ihre Freunde spielen, sondern mit ihnen. Hier stoßen die Welten vom Einzelkämpfer, der Poker spielt, und dem Teamgeist aufeinander und bieten neue und ungeahnte Möglichkeiten.

Um teilzunehmen, müssen Sie ein Team bilden oder aber einem bestehenden Team beitreten. Dies können Sie z.B. mit Freunden machen (was mir persönlich weit interessanter und lustiger erscheint) – sie können aber auch bei bestehenden Teams, die Bewerber aufnehmen, um Mitgliedschaft ansuchen. Bei den TeamPlay Turnieren melden Sie sich dann als Mannschaft für ein Event an.

Der Modus

Wenn beispielsweise 10 Teams zu 5 Spielern bei einem Event gemeldet sind, werden 5 Turniere mit jeweils 10 Spielern ausgetragen. Bei jedem Turnier spielt ein anderer Spieler des Teams und wird auch individuell je nach Abschneiden ausgezahlt. Für die Gesamtwertung werden dann die 5 Ergebnisse jedes Teams herangezogen und dafür Punkte verteilt. Die besten Teams erhalten dann noch zusätzlich zu den individuellen Gewinnen eine Auszahlung.

Das Interface Ihres Teams erlaubt es jedem Spieler, Events vorzuschlagen, die dann auf der Team Seite vermerkt werden. Danach können sich weitere Teammitglieder für dieses Turnier anmelden. Sie können sogar entscheiden, einfach nur am Buy-In Ihres Teams teilzunehmen, ohne selber bei diesem Event zu spielen. Damit beteiligen Sie sich am eventuellen Gewinn Ihrer Teamkollegen.

Der Team Manager schließt die Abmeldung ab, sobald genügend Spieler gemeldet sind und der entsprechende Buy-In Betrag wird anschließend abgerechnet. Er kann auch die Spieler in einer Runde die Sitze zuweisen – tut er das nicht, erfolgt die Sitzvergabe automatisch vom System. Bei jedem Turnier einer Runde spielt immer nur genau ein Spieler eines Teams, es werden zu keinem Zeitpunkt 2 oder mehr Spieler eines Teams an einem Tisch sitzen. Absprachen sind somit nicht möglich.

Alles in allem ein interessanter Ansatz, der mit Sicherheit vor allem befreundete Pokerspieler ansprechen wird. Mir persönlich gefällt der Teamgedanke, der hinter dieser Idee steckt, und die Möglichkeit, somit individuell für seine Leistung belohnt zu werden und zusätzlich nochmals für die Teamleistung Geld zu kassieren. Man kann also doppelt gewinnen und durch seine eigene Leistung schon viel zur Teamauszahlung beisteuern.

Jackpot!!!

Dirty Dozen Jackpot Sit’n’Go

  • Buy-In: $2+$0,40
  • 12 Spieler, 2 Tische SNG
  • Jackpot: 4 Siege in Folge für ein zusätzliches Preisgeld von $2.000
  • Auszahlung pro Turnier: $12 / $6 / $3,60 / $2,40

Das iPoker Netzwerk, dem unter anderem so prominente Poker Seiten wie Titan Poker und Bet365 angehören, ist für seine laufenden Promotionen bekannt. Mein persönlicher Favorit sind bereits seit vielen Jahren die sogenannten Jackpot Sit’n’Go (SNG) Turniere, die es in 4 verschiedenen Varianten (bzw. Preisklassen) gibt. Das Dreckige Dutzend (Dirty Dozen) hat ein geradezu lächerlich geringes Buy-In von $2+$0,40, weiter geht es mit dem Maui (Buy-In $5+$1), dem Rio ($20+$3,50) und schließlich folgt noch das Fort Knox mit einem Buy-In von stolzen $50+$9.

Was sind nun aber diese erwähnten Jackpot SNGs, worin unterscheiden sie sich von herkömmlichen SNGs? Nun, man bekommt bei den Jackpot SNGs noch zusätzliche Geldpreise, wenn man eine festgelegte Anzahl der Turniere in Folge gewinnt. Beispielsweise bekommen Sie $50.000, wenn Sie es schaffen, 6 Fort Knox SNGs hintereinander zu gewinnen. Ehrlicherweise muß man sagen, daß das nicht gerade ein leichtes Unterfangen ist und man schon auch ein wenig Kartenglück haben sollte, aber es ist durchaus ein erreichbares Ziel. Tatsächlich ist dieses Ziel bisher bereits mehrmals erreicht worden. Außerdem bekommen Sie einen netten Trostpreis von $750, wenn Sie in 6 Turnieren in Serie unter den ersten zwei landen.

Der Hauptgrund, warum ich diese Art der Turniere liebe, ist, daß beispielweise beim Fort Knox Jackpot Sit’n’Go von den 6 beteiligten Spielern gleich 3 statt üblicherweise 2 ausgezahlt werden. Nachdem ich bei Shorthanded SNGs prädestiniert dafür bin, im Normalfall immer genau hinter den ausgezahlten Plätzen zu landen, schaffe ich es bei dieser Auszahlungsstruktur im Normalfall zumindest, ohne Verlust auszusteigen. Ich habe es auch schon einige Mal geschafft, den Trostpreis zu gewinnen – für den Jackpot hat es bisher leider noch nicht gereicht, aber noch ist nicht aller Tage Abend.

Beim Maui Jackpot SNG, Rio Jackpot SNG und Fort Knox Jackpot SNG sei auch noch dazu gesagt, daß die jeweiligen Jackpots mit jeder Woche, in denen sie noch immer nicht geknackt wurden, immer weiter erhöht werden!

Hier sind die erwähnten vier verschiedenen Jackpot SNGs des iPoker Netzwerks im Detail:

Maui Jackpot Sit’n’Go

>Buy-In: $5+$1
>10 Spieler, 1 Tisch SNG
>Jackpot: 5 Siege in Folge für ein zusätzliches Preisgeld von $15.000 (pro Woche weitere $3.500)
>Trostpreis: 5mal unter den ersten 2 bringt Ihnen $200
>Auszahlung pro Turnier: $25 / $15 / $10

Rio Jackpot Sit’n’Go

  • Buy-In: $20+$3,50
  • 6 Spieler, 1 Tisch SNG
  • Jackpot: 6 Siege in Folge für ein zusätzliches Preisgeld von $25.000 (pro Woche weitere $10.000)
  • Trostpreis: 6mal unter den ersten 2 bringt Ihnen $300
  • Auszahlung pro Turnier: $60 / $36 / $24

Fort Knox Jackpot Sit’n’Go

  • Buy-In: $50+$9
  • 6 Spieler, 1 Tisch SNG
  • Jackpot: 6 Siege in Folge für ein zusätzliches Preisgeld von $50.000 (pro Woche weitere $10.000)
  • Trostpreis: 6mal unter den ersten 2 bringt Ihnen $750
  • Auszahlung pro Turnier: $150 / $90 / $60

Wie Sie sehen können, sind die Jackpots ohnehin schon hoch, aber bis auf das Dirty Dozen werden alle Jackpots wöchentlich erhöht. Ab und zu gab es schon Jackpots über $100.000 zu gewinnen. Stellen Sie sich mal vor, das an einem Tag zu verdienen! 🙂

Bevor Sie sich an einen Tisch eines Turniers Ihrer Wahl setzen, empfehle ich Ihnen jedoch, sich die genauen Bedingungen beim jeweiligen Poker Seite in Ruhe durchzulesen. Es ist nichts kleingedrucktes oder hinterlistiges dabei, aber man sollte schon vorher bescheid wissen, wie man seinen Gewinn dann auch in Anspruch nehmen kann, damit dieser nicht etwa verfällt. Wie so oft gilt: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Und es wäre schade, wenn Ihnen ein Jackpot wegen einer Nichtigkeit durch die Finger rutscht.

Spielst Du Poker oder pokerst Du?

Die Frage ist durchaus berechtigt und könnte noch weit detaillierter ausfallen. Denn Poker spielen kann wahnsinnig unterschiedlich sein, je nach Spielvariante. Während Ihr Euch beispielsweise beim allseits beliebten Texas Hold’Em 5 Karten mit allen anderen Spielern teilen müßt, habt Ihr beim 5 Card Draw Poker Eure Karten exklusiv für Euch und wenn Ihr da 3 Asse in der Hand habt, sind das Eure 3 Asse. Das ist für das Abschätzen einer Hand von immenser Wichtigkeit und nicht selten vergessen Pokerneulinge beim Texas Hold’Em genau dieses Prinzip und rennen seelig lächelnd ins offene Messer.

Aber abgesehen von den verschiedenen Pokervarianten ist die Frage auch in weiterer Folge berechtigt: Pokerspieler sind dann gut, wenn sie nicht einfach pokern. Was heißt das wieder? Nun, wenn jemand pokert, ist das im Volksmund nicht unbedingt auf das Pokerspielen bezogen, sondern bedeutet, daß jemand etwas riskiert und oft auch, daß jemand blufft. Während ein Bluff durchaus ein legitimes Mittel im Poker darstellen kann, wird man teuer dafür bezahlen, wenn man es übertreibt. Ein Bluff muß neben dem Risiko auch einen dementsprechend hohen Gewinn versprechen, damit er sich auf Dauer lohnt. Wenn ich meist verliere und dann einmal einen kleinen Gewinn mit dem Bluff einfahre, werde ich trotz aller Freude über diesen einen gelungenen Bluff schlecht aussteigen.

Ich will aber nicht auf die Sinnhaftigkeit von Bluffs eingehen und unter welchen Umständen sie eher von Erfolg gekrönt sein werden. Ich will heute lediglich nochmals auf Wahrscheinlichkeiten und die Abhängigkeit aller Pokerspieler von eben diesen eingehen. Jemand, der in oben erwähntem Sinne pokert, ist beim Pokern völlig fehl am Platz. Pokern ist ein Spiel der Wahrscheinlichkeiten und Chancen, ein Spiel der Prozente und in weiterer Folge natürlich ein Spiel der Menschenkenntnis (bzw. Beobachtungsgabe und Einschätzung). Nur wer sich diese Grundprinzpien aneignet, wird vielleicht einmal mit Pokern seinen Lebensunterhalt verdienen können.

Um aber damit Erfolg zu haben, rate ich Euch zum Gegenteil von dem, was ich gemacht habe. Konzentriert Euch erst einmal nur auf eine einzige Spielvariante und übt Euch darin, bis Ihr ein wirklich gutes Gefühl für Eure Gewinnchancen bei jedweder Hand entwickelt. Erst wenn Ihr Euch wirklich sicher dabei fühlt und auch stete Gewinne verzeichnen könnt (dazu braucht es beispielsweise auch ein gutes Bankroll Management, wie es schon Max in einem früheren Blogeintrag beschrieben hat), rate ich Euch dazu, auch einmal eine andere Variante auszutesten. Und ob Ihr jetzt vielleicht von einem selbsternannten „Profi“ ob Eurer Spezialisierung auf eine Variante gescholten werdet, sollte Euch egal sein. Wahre Profis wissen um die Wichtigkeit, erst eine Variante zu beherrschen, bevor man sich über eine andere herwagt.

Ich muß gestehen, ich war früher auch jemand, der reine Texas Hold’Em Spieler immer wieder gering geschätzt habe, weil sie eben nur diese eine Abart gespielt haben – im Endeffekt war es aber wohl auch Neid, daß sie in dieser Sparte so erfolgreich waren. Für mich war Texas Hold’Em eben immer eine lustige und interessante Variante, aber ich habe mich nicht exklusiv darauf oder auf 5 Card Draw konzentriert und gegen Spezialisten immer wieder dafür bezahlt. Und für neue Spieler kann das teuer werden, wenn man sich zuviel zumutet. Deshalb bleibt erstmal bei einer einzigen Variante (am besten derzeit Texas Hold’Em, da es am populärsten ist und man online stets genug Tische zum Spielen finden wird) und spielt – wenn Ihr es denn unbedingt ausprobieren wollt – andere Varianten um Mikrobeträge oder auch nur Spielgeld. Euer Konto wird es Euch danken.